Stichprobe: die Pioniere des HipHop
Was die Kulturfunktionäre an der Seine vom HipHop wollen, drückt Gabin Nuissier so aus: «Sie wollen uns kontrollieren und gefährliche Kompanien ausgrenzen.» Nuissier ist Gründer von Aktuel Force, gehört zu den Pionieren des move in Europa. Das Ministerium sähe gern eine Art Xavier Le Roy oder Karine Saporta den Vorstädten entsteigen und begünstigt das Aufgehen des HipHop in der etablierten Szene. Politisch mag das ein Erfolg sein, choreografisch nicht immer. Zum Beispiel die Superproduktion der Saison.
Nathalie Pernette mischte die fünf
HipHop-Tänzer ihres gelungenen HipHop-Einstands «Délicieuses» (2002) mit jenen ihrer zeitgenössischen Kompanie. Nun mimen und breaken sie zu der von John Eliot Gardener pompös-barock eingespielten «Zauberflöte». Nie gelingt es ihnen, die dramatische und choreografische Freiheit stechend auszufüllen. Da ist der Tag nicht richtig hell, die Nacht nicht wirklich dunkel, alles milchig-gelb. Die teuren Kostüme, ein Brechmittel. Schiffbruch beim Festival Suresnes Cité Danse. Eine «Zauberflöte» ohne Energie, aber bereits dutzendfach vorverkauft.
Durchwachsen waren auch die HipHop-Choreografien von Yann Bridard, premier danseur an der Opéra de Paris und ...
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