Ballett – und dann?

Judith Kuckart liest aus dem gleichnamigen Buch von Maja Langsdorff.

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«Die Welt des Tanzes zu verlassen, ist in gewisser Weise ein Tod», hieß es 1995 in Lausanne bei einem Symposium zur Umschulung von Tän­zern. Das Buch «Ballett – und dann?» von Maja Langsdorff ist deshalb ein Buch über das Leben nach dem Tod. Die Autorin (Jahrgang 1956) hat mehr als zwei Dutzend ehemalige Tänzer und Tänzerinnen interviewt und herausbekommen, was sie vielleicht schon erwartet hatte.

Bei allen Ess-Störungen, Gesundheits – und ­Altersproblemen, bei allen Karriere-Katastrophen, latenten Melancholien und berufsbedingten Unbedarftheiten gegenüber der Welt – wenigstens bei den Artigen –, sind Tänzer besondere Menschen. Tänzer ist man lebenslang. Also ist man lebenslang ein besonderer Mensch. Zu tanzen und getanzt zu haben, schafft eine Haltung gegenüber dem Leben, die keine andere Berufssparte mit den Tänzern teilt. Auch die der Musiker und Schauspieler nicht. Tänzer und Tänzerinnen seien offene und flexible Menschen, schreibt Maja Langsdorff, die an der Bayerischen Staatsoper München zur Tänzerin ausgebildet wurde und nach einem Verkehrsunfall sich umorientierte: Richtung Journalismus und Fotografie.
Durchlässigkeit, ein angeborener oder antrai­nierter Idealismus, ...

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Tanz März 2005
Rubrik: Workshop, Seite 72
von Judith Kuckart

Vergriffen
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