starthilfe
Künstlerische Jungfernzeugung ist ein so seltenes Phänomen, dass man ihr Vorkommen praktisch nicht belegen kann. Alles kreative Tun wurzelt in den Tiefen künstlerischer Muttererde. Egal ob dieser Nährboden seine Fruchtbarkeit nun aus Krieg, persönlichem Unglück, ausgedehnten Friedenszeiten, Armut, ererbtem Reichtum oder – wie im Falle der Familien Bach oder Mozart – aus einem genetischen und häuslichen, dem Schöpferischen förderlichen Umfeld bezieht: Stets ist ein Stimulus notwendig, ein auslösender Reiz, der das Sprießen lebendiger Kunst in Gang zu setzen vermag.
Regeln beherrschen – und brechen
Historisch betrachtet, bildet die Beziehung zwischen Meister und Schüler ein Grundmus-ter dieses Prozesses. Leonardo nannte Verrocchio seinen Meister; Raffael hatte Perugino, Michelangelo hatte Ghirlandaio. Zwar sollten diese Schüler ihre Meister bald überstrahlen; sie alle jedoch hatten zuvor unschätzbar von der beratenden Führung und Expertise ihrer etablierten und angesehenen Mentoren profitiert. Seit jeher hat talentierter Nachwuchs – in sämtlichen künstlerischen Disziplinen – nach meisterlicher Anleitung gesucht, solide Regeln erlernt und diese schließlich konsequent gebrochen, um die ...
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Tanz November 2016
Rubrik: Praxis, Seite 66
von Mike Dixon
Sie sind Bewegungstherapeutin mit eigener Praxis in San Francisco, Gestalttherapeutin, eine Spezialistin in Tanzmedizin, Pilates-Trainerin und haben an der Tisch School of the Arts der New York University Tanz studiert und international als Tänzerin, Choreografin und Lehrerin gearbeitet. Außerdem haben Sie einen schwarzen Gürtel in Aikido. Was unterrichten Sie? Emp...
«Wahrnehmung ist etwas, was wir tun», erklärt der Philosoph Alva Noë. Denn «Wahrnehmung hängt von unseren Fähigkeiten ab, zu agieren und zu denken». So steht es auch in seinem Buch «Action in Perception», und entsprechende Gedanken hat er als philosophischer Berater in «The Way You Look (at Me) Tonight» eingebracht, das im September uraufgeführte, als «soziale...
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