Serie Tanz-Moden: Wear Moi
Keine leichte Aufgabe. Schon das Zusammenkommen ist schwierig. Fünf Jahre hat es gedauert, bis ein gemeinsamer Shooting-Termin gefunden ist. Entweder ist Anna Osadcenko auf Tournee, oder sie hat Vorstellungen. Aber auch Elisabeth Miegge-Ridet kann nicht immer. Entdeckt hat die Directrice Artistique von Wear Moi ihr Wunsch-Model im Internet. Ein Foto aus dem Forsythe-Klassiker «The Vertiginous Thrill of Exactitude» hat es ihr angetan: Das ist der Tänzerinnenkörper, den die ehemalige Tänzerin für ihre Trikots sucht.
Das sind die Füße, die wie geschaffen scheinen für La Pointe, eine Marke, deren Namen für die gemeinsam mit Christophe Ridet betriebene Spitzenschuh-Fabrikation steht. Das ganze Erscheinungsbild der filigranen, in jeder Hinsicht flexiblen Ballerina passt zum Image einer Dancewear-Firma.
Wear Moi ist inzwischen in La Valette du Var zu Hause. Das zweitägige Foto-Shooting findet allerdings in Paris statt, und zwar zunächst im kleinen, aber feinen Trianon, in dem früher Pablo Picasso ein- und ausging und für das Toulouse-Lautrec seine Plakate entwarf. Um sechs Uhr morgens heißt es: Aufgestanden! Und ab acht bis zum späten Nachmittag wird, von zwei Pausen unterbrochen, ...
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Tanz August/September 2013
Rubrik: praxis, Seite 104
von Hartmut Regitz
Macht es einer, machen es alle anderen auch. Wenn einer einen coolen Move entdeckt, probiert ihn die ganze Gruppe. Hip-Hop ist – wie alle Szenen – eine Kultur des Kopierens und Klauens, während er doch gleichzeitig den Anspruch erhebt, authentisch und «real» zu sein. Bruno Beltrão, Choreograf aus Brasilien, der bevorzugt die Gepflogenheiten seiner eigenen Szene...
Zumindest was den choreografischen Teil betrifft, war es eine runde Sache: Paris feierte den hundertsten Geburtstag von «Le sacre du printemps», und für Tamara, die heute 93-jährige Tochter des Uraufführungschoreografen Vaslav Nijinsky, wurde dieser 29. Mai 2013 ein besonderes Fest. Die Dame, die in den USA lebt, wohnte zum ersten Mal überhaupt einer...
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alain platel
Einer, ein Einziger, steht ganz allein am Anfang von «C(h)œurs» auf der Bühne. Derweil verschanzt sich die Chor-Hundertschaft, während sie das «Dies irae» aus Giuseppe Verdis «Messa da Requiem» anstimmt, hinter PVC-Bahnen, wie sie sonst von Schlachthaus-Decken hängen. Als Alain Platels choreografierte Belcanto-Rebellion im vergangenen...
