serie master-macher
Gleich neben dem Kaffeeautomaten, in einer Vitrine, sind sie zu besichtigen, alte Original-Instrumente aus der Münchner Zeit von Dorothee Günther und Carl Orff: Zimbeln, Trommeln und ein auf Halbtöne gestimmtes Xylofon. Zeugnisse einer Tanzschule, die Günther 1924 gegründet hatte mit dem Ziel, schöpferische Kräfte durch umfassende Bildung freizusetzen.
Selbst im Windschatten des Nationalsozialismus blieb das Institut bestehen, was dort gelehrt wurde, heißt heute «Elementare Musik- und Tanzpädagogik» und will darauf hinaus, die Ausdrucksformen des «ganzen Menschen, all seiner körperlichen, seelischen und geistigen Kräfte» (Carl Orff) zu fördern. Ein ganzheitlicher Ansatz also, seit 1961 am Carl-Orff-Institut in Salzburg gepflegt, das der Namensgeber und seine Mitarbeiterin Gunild Keetman gründeten.
Seither ist die Hochschule exzellent ausgestattet. Hohe Holzschrankwände, randvoll mit Instrumenten, trennen schalldicht die zahlreichen Studios voneinander. Eine entspannte Atmosphäre herrscht in der lichten, ockergelben Villa gleich neben Schloss Frohnburg – dem wohl nobelsten Studentenwohnheim auf europäischem Boden, mit unverbautem Blick auf die Alpen und nur zehn Busminuten von der ...
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Tanz Mai 2016
Rubrik: Praxis, Seite 72
von Arnd Wesemann
______ impressum
tanz__Zeitschrift für Ballett, Tanz
und Performance
____Herausgeber
Der Theaterverlag – Friedrich Berlin
____Redaktion Hartmut Regitz,
Dorion Weickmann, Arnd Wesemann
Mitarbeit: Sofie Goblirsch, Marc Staudacher
Nestorstraße 8-9, 10709 Berlin
Tel +49-(0)30-254495-20, Fax -12
redaktion@tanz-zeitschrift.de
www.tanz-zeitschrift.de
____Gestaltung &...
newcomer: malika djardi
Wer Einwanderung und Integration skeptisch gegenübersteht, sollte sich Malika Djardi anschauen. Die Tochter einer Französin und eines Algeriers leistete gleich mit ihrem ersten Solo einen äußerst persönlichen, scharfsinnigen und umfassenden Beitrag zur Debatte um das kulturelle Mit- und Durcheinander der Kulturen. In «Sa prière» («Ihr Gebet»)...
belgien: ravel
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