römische verhältnisse - carla fracci
Sie war eine Wunderballerina des 20. Jahrhunderts, Partnerin von Rudolf Nurejew und Erik Bruhn, später Ballettdirektorin in Neapel, Verona und Rom. Und zwar: eine streitbare. Angesichts dessen, was sich in Italien gerade abspielt, platzt Carla Fracci schier der Kragen: Die Opernhäuser stecken seit dem Inkrafttreten des vom damaligen Kulturminister Massimo Bray initiierten «Valore Cultura»-Gesetzes in der Bredouille.
Es sieht einen 75 Millionen Euro-Fonds zur Sanierung der maroden Budgets vor – aus dem freilich nur diejenigen Häuser etwas bekommen, die einen Businessplan vorlegen, binnen drei Monaten 50 Prozent ihrer Verwaltungskosten einsparen und sich mit den Gewerkschaften einigen, deren Forderungen zuletzt häufig ins Exorbitante wuchsen. Damit begannen Diskussionen um Spartenbeschneidungen, die in den einzelnen Häusern zu Kämpfen auf Leben und Tod führten. Und das schwächste Glied sind oft: die Tänzerinnen und Tänzer.
Kein Wunder, meint Carla Fracci: «Brays Gesetz ist der willkommene Aufhänger, um die hausinternen Ballettkompanien aufzulösen, die zum Großteil aus festen Mitgliedern bestehen, die nun mal älter werden. Wir hätten die Leitungsgremien der Opernhäuser rechtzeitig ...
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Tanz Januar 2015
Rubrik: menschen, Seite 32
von Silvia Poletti
_____deutschland
Altenburg
Landestheater Das Thüringer Staatsballett tanzt «Der Joker», ein Ballett von Silvana Schröder in Zusammenarbeit mit dem Puppentheater. 18. Jan., 19., 27. Febr.
tpthueringen.de
Augsburg
Theater «Romeo und Julia» in der Choreografie von Young Soon Hue (siehe S. 36).
7., 9., 11., 22., 23. Jan., 12., 28. Febr., 14. März
theater-augsburg.de
Bade...
Es ist richtig, ich engagiere mich für die Tanzförderung. Aber ich setze mich nicht speziell für Tanz ein. Das kommt den Betroffenen nur so vor. Dem gleichen Trugschluss unterliegen auch die Jazzer, die Clubbetreiber, die Denkmalschützer und die Freunde klassischer Musik oder moderner bildender Kunst. Ich engagiere mich für eine Verbreiterung des kulturellen...
Nein, er heißt nicht Matthew. Bei dem Mann, der sich auf der Bühne im Stuttgarter OST zunächst noch als Gastgeber erprobt, handelt es sich um Levent Gürsoy. Schnell noch ein paar Breakdance-Moves, bevor die Eingeladenen kommen. Eine Pose. Irgendwann findet er einen roten Lackpumps, den eine flüchtige Bekanntschaft offenbar zurückgelassen hat. Ihn sich an die Wange...
