rocío molina
beim Wachsen zuzusehen, ist ein unglaubliches Vergnügen. Immer wieder bin ich überrascht. Und fasziniert und manchmal auch gerührt. Natürlich haben Israel Galván, Andrés Marín und Belén Maya den Weg bereitet, aber an ihnen haftet das Flamenco-Etikett wie diese kleinen Klebeschildchen, die man nicht vom Finger bringt. Erst dieser selbstbewussten, willensstarken und hochbegabten Person gelang es, sich zu befreien. Sie ist Tänzerin, das vor allem.
Ob man das Wort «Flamenco» nun voranstellt oder nicht, bleibt jedem selbst überlassen, aber es ist nicht mehr unbedingt notwendig, um die Kunst der Rocío Molina zu definieren. Natürlich ist der Flamenco ihre Basis, ihr Werkzeug, aber er ist nicht ihr Gefängnis. Sie hat so viele Fähigkeiten, dass es ein Jammer wäre, sie einzuschränken. Bei allem, was sie tut, ist sie so unspektakulär, dass man glaubt, was sie immer wieder beteuert: Sie will nicht provozieren und hat auch kein Sendungsbewusstsein. Getrieben von Neugier, wagt sie sich auf unsicheres Terrain, tänzerisch wie musikalisch. Weshalb auch ihr neues Stück «Bosque ardora» von den Puristen heftig kritisiert wurde. Die junge Generation der Flamencas wird jedoch nicht müde, sich jedes ihrer ...
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Tanz Jahrbuch 2015
Rubrik: die hoffnungsträger, Seite 169
von Susanne Zellinger
ist ein Riesentalent, ausgestattet mit viel Theatererfahrung und einem Körper von immenser Spannkraft. Geboren in Frankreich, kam er 1998 im Alter von 18 Jahren nach Montreal, wo er zunächst die Zirkuskünste, dann Ballett und zeitgenössischen Tanz erlernte. Ihm zuzuschauen, ist das reine Vergnügen, auch weil er sich rückhaltlos in jedes Projekt hineinwirft, das...
Sie wirkt meist zart und zurückhaltend. Aber sobald sie auf der Klaviatur einer «Kameliendame» spielt, blitzen Sinnlichkeit und Erotik auf
Auf den ersten Blick ist sie unscheinbar zart. Sobald aber Alina Cojocaru zu tanzen beginnt, kann man die Augen nicht von ihr lassen, zwingt ihre Kunst geradezu zum Hinschauen. Zum Hinhören. Mit ihrer ungemeinen Musikalität...
Die zurückliegende Saison stand in Sankt Petersburg ganz im Zeichen verschiedener «Raymonda»-Ereignisse. Im November 2014 verhalfen Studenten der Waganowa-Akademie den «Raymonda Variations» von George Balanchine zur russischen Erstaufführung. Im Mai gab es das sensationelle Debüt von Alina Somova in Petipas «Raymonda» am Mariinsky zu sehen, im Juni noch einmal...
