poznan: Paul Chalmer: «Cinderella»

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«Ach, das ist was fürs Herz», schon gehen die Emotionen hoch im Großen Theater von Poznan, das auffällig viele Kinder mit stolzen jungen Vätern oder Müttern, Großeltern oder Geschwistern an diesem Premierenabend besuchen. Zum elegischen Beginn der Ballettmusik von Sergei Prokofjew eine herzerweichende Szene: einsam unterm Abendstern, gänzlich in Schwarz, das Cinderella-Kind am Grab der Mutter.

Noch einen Augenblick bleibt es in Erinnerungen versonnen, bevor ein neuer, scharfer Wind durchs Haus fegt und das Vergangene verschwinden lässt.

Da springen und wirbeln zwei Spitzenbiester herum: Pfeilschnell, hoch aufgewachsen und vernarrt in alles, was glänzt, ist das eine; rundlich ausgepolstert und wild nach allem, was dick macht, das andere. Das sind sie also, die Stiefschwestern Aleksandra Brzezowska und Hanna Panas. Gegen so viel Bosheit muss sich selbst die ihrerseits unliebenswürdige Mutter (Jennifer Rivera Lara) als Herrin im Hause behaupten.

Wir wissen, wie es weitergeht: Drei Einladungen zum Ball des Prinzen flattern ins unfriedliche Haus, der an Cinderella adressierte Brief fliegt gleich ins Kaminfeuer, wo er natürlich nicht verbrennt. Nach dem viel belachten Auftritt des ...

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Tanz April 2014
Rubrik: kalender und kritik, Seite 44
von Boris Gruhl

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