amsterdam: Johan Inger: «B.R.I.S.A.»
Frischer Wind kann nicht schaden, und davon gibt es im «Programma B» des Nederlands Dans Theater 2 am Ende mehr als genug. «B.R.I.S.A.» nennt Johan Inger seine neueste Choreografie, und wenn der Titel letztlich für Begriffe wie «Behold», «Raw», «Impossibility», «Sings» und «Ahead» stehen mag, weckt er zugleich auch die Vorstellung einer steifen Brise, der sich die Tänzer stellen sollen. Das ehemalige Ensemblemitglied plädiert jedenfalls für einen Umschwung und ermutigt nicht nur die beteiligten Tänzer, das Wagnis eines Wechsels einzugehen. Ein kleiner Schritt genügt.
Wie uns die Erfahrung lehrt, haben selbst die größten Veränderungen bisweilen auf eher beiläufige Weise begonnen.
Ein grauer Flokati bedeckt die Bühne im Theater aan het Spui, und die tippelnden Tänzer hinterlassen darauf ihre geschlurften Spuren. Dass sich darunter jemand verbergen könnte, ist ihnen anfangs nicht bewusst. Entdeckt, erweist sich Imre van Opstal als ein Ferment, das die Szene zum Gären bringt. Immer wieder schert einer aus dem Ensemble aus, riskiert den Alleingang. Und dennoch scheint es lange Zeit, als ob der Ausbruch das Stück keinen einzigen Schritt weiterbrächte; der Gruppe kann man offenbar kaum ...
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Tanz April 2014
Rubrik: kalender und kritik, Seite 40
von Hartmut Regitz
_______deutschland
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