Positionswechsel
Alles gut, alles fein, alles schön – den Eindruck kriegt, wer mit Christoph Dittrich, dem Generalintendanten des Chemnitzer Theaters, darüber spricht, warum er die Führung der Tanzsparte zum Saisonende austauscht: Reiner Feistel gibt die künstlerische Leitung ab, Sabrina Sadowska rückt aus der zweiten Reihe an die Spitze. Bisher Ballettbetriebsdirektorin und Ballettmeisterin, erbt sie den Chefposten von Feistel, der wiederum dem Ensemble als Hauschoreograf erhalten bleibt.
Im Hintergrund geht es um die Ausrichtung der 20-köpfigen Kompanie, und das heißt nach Maßgabe Dittrichs: nicht nur Schläppchen bitteschön, sondern auch Spitzenschuh – und mehr Abwechslung! Der Generalintendant ist überzeugt, dass das Publikum «verschiedene Handschriften» sehen und die Tänzerschaft ihr Profil ausbauen will: «Die Klassik zu tanzen, das entspricht der Company.» Seiner Einschätzung nach ist Sabrina Sadowska in dieser Hinsicht «bestens vernetzt» und kann Choreografen herbeischaffen, die beide Wünsche erfüllen. Was Reiner Feistels Verdienste nicht schmälern soll, der seit Amtsantritt 2013 mit ambitionierten Projekten gepunktet hat, zuletzt mit «Gesichter der Großstadt», einem an die ...
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Tanz Januar 2017
Rubrik: Persönlich, Seite 32
von Dorion Weickmann
In der Bolschaja-Dmitrowka-Straße der russischen Hauptstadt erinnert künftig ein Denkmal an die 2015 verstorbene Maja Plissezkaja. Die Skulptur von Victor Mitroshin zeigt die legendäre Ballerina des Moskauer Bolschoi-Balletts in einer ihrer berühmtesten Rollen: als «Carmen» in der Choreografie von Alberto Alonso.
Der kanadische «Erik Bruhn Prize» geht in diesem...
Deutschland
On tour
«Best of Rock the Ballet» mit Rasta Thomas’ Bad Boys of Dance: Hamburg, Kampnagel, 2., 3. Jan.; München, Prinzregententheater, 5.–8. Jan.; Friedrichshafen, Graf-Zeppelin-Haus, 10. Jan.; Mannheim, Rosengarten, Mozartsaal, 11. Jan.; Rödermark, Kulturhalle, 12. Jan.; Rüsselsheim, Theater, 13. Jan.; Essen, Colosseum Theater, 14. Jan.; ...
Sie war «solide, erdverbunden, aus schwerem Lehm, nicht aus Glas». Kein Wunder, dass sie lange Zeit nur «Die Schwester des Tänzers» war, wie der Roman von Eva Stachniak in der deutschen Übersetzung heißt. Der englische Originaltitel lautet mit mindestens ebenso großer Berechtigung «The Chosen One», denn Vaslav Nijinsky hatte Bronislava Nijinska als Opfer in...
