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Newcomer: Adam Linder – Neustart im Rhein-Main-Gebiet – Abschied von Paul Szilard, Fernando Alonso und David Howard – Der Skandal von Torgau

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adam linder

«Context rules everthing around me.» Adam Linder schwingt den Besen. Er befreit die Bühne von allem, was über sie gegangen oder getanzt ist, um danach einen sinnlich-parodistischen Diskurs anzuzetteln. Was sagt uns der Rap als Antwort auf das Theater und dessen festgefahrene Erzählformen? Das fragt der in Berlin lebende Australier in seiner am Hamburger K3-Zentrum für Choreografie entwickelten One-Man-Show «Cult to the Built on What». Das Solo entpuppt sich als erfrischend unprätentiöser Dialog mit dem Publikum.

Rappen dient Linder als Instrument, um die theaterdominante Narration aufzubrechen. Der experimentelle und umgangssprachliche rhythmische Sprechgesang vermag, wie er meint, herrschende Sprach-, Denk- und Organisationssysteme in Kunst und Gesellschaft zu destabilisieren. Das lässig von ihm geschulterte Stehpult symbolisiert zweifellos auch der akademische Katheder – ein zerbrechliches Postament, auf dem die elitäre bürgerliche Kultur ruht. Mal faunhaft werbend, mal robotergelenkig springend umtanzt Linder das «Objekt der Begierde», huldigt ihm mit ballerinohaftem Kniefall, verhöhnt es Reime rappend. Er stellt klassische Posen aus, um sie grob zu ...

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Tanz Oktober 2013
Rubrik: menschen, Seite 26
von

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