Pascal Touzeau
Pascal Touzeau wird 2009 Ballettdirektor am Staatstheater Mainz. Er übernimmt den Posten von Martin Schläpfer, der nach Düsseldorf wechselt. Vor 39 Jahren in Bordeaux geboren, tanzte Touzeau erst in Bonn bei Youri Vàmos und als Solist in Wiesbaden bei Pierre Wyss. Es folgten zehn Jahre am Ballett Frankfurt bei William Forsythe. Nebenan am Mousonturm versuchte er sich an Choreografien mit spektakulärem Licht und oft bombastischer Musik. Für seine «Playback Projection» war er inspiriert von John C.
Lillys «Autobiografie des inneren Raums», einer Bibel für bewusstseinserweiternde Drogen. Aber strikt blieb er dabei dem neoklassischen Schritt verpflichtet, was ihm bald Avancen von klassischeren Kompanien verschaffte: Karlsruhe, Göteborg und Stuttgart. Dort empfahl ihn Reid Anderson als einen der wenigen, der «auch größere Ensembles sinnvoll bewegen kann». Wie etwa 2000 bei seiner «Final Lecture» in Lyon für immerhin 27 Tänzer. Seit 2003 ist er Ballettdirektor der Compag-nie Carmen Roche in Madrid, seit 2006 leitet er das Ballett Madrid, was ihn nie davon abhielt, auch in Rotterdam und Marseille zu choreografieren, oder zuletzt mit «No Thumb» zum «Dreamlands»-Programm beizutragen, dem ...
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Ein Bild wie aus der Parfüm-Werbung: In teuer aussehender Unterwäsche stehen sich Sandrine Cassini und Fabian Moreira Costa gegenüber. Beide haben soeben ihr weißes Tutu ausgezogen. Sie lächeln sich an, schauen sich tief in die Augen. Olaf Schmidt, Ballettdirektor am Regensburger Stadttheater, lässt in seiner «Schwanensee»-Adaption Prinz Siegfried also nicht in den...
The title is taken from Herberto Helder’s poem “Lugar II” (Place II), and this is a show that confronts us with a situation where deconstructions and humour, ease and evidence, new formulations and narrow classifications are the key words in dance. The stage is “a space capsule” where “some things belong [...] and others don’t.” Bodies made out of words transform...
Die Welt lebt von Grenzen. Der Kolonialismus zog sie willkürlich über die Landkarte. So grenzte man sich voneinander ab – so, wie die Moderne vom Ballett, das den Kolonialismus repräsentierte. Sagt Natasha Hassiotis
Seit fünfhundert Jahren ist Afrika kolonialisiert. Kolonialismus heißt: Die Ökonomie in einer Kolonie gehört ihr nicht. Arbeit wird nur aufgezwungen,...
