Paris mit Preljocaj
Die Highlights einer Ballettsaison an der Pariser Opéra werden seit dem Abgang von Gérard Mortier nicht zahlreicher. Umso mehr Glanz versprüht die Rückkehr von Angelin Preljocaj. Er ist der einzige lebende Choreograf, der hier dauerhaft Erfolge schreibt. Mit «Le parc» schuf er 1994 eines der zeitgenössischen Aushängeschilder der Pariser Institution. Jetzt nimmt er es mit Siddhartha auf, ein Tanz als «Verbindung zwischen fleischlicher und spiritueller Existenz». Einfach wird das nicht.
Mit Eric Reinhardt beauftragte er einen Dramaturgen und fand in Bruno Mantovani einen hoffnungsvollen Newcomer der Musikszene. Der komponierte im Auftrag ein «zweistündiges symphonisches Gedicht». Preljocaj hatte Rockmusik im Kopf, Mantovani macht lieber Pauken heiß und schmuggelt Sitar und Tablas zwischen die E-Gitarren. Wie buddhistisch die Tänzer das Thema angehen, kann keiner vorhersagen. Preljocaj ist bekannt dafür, an den letzten Probentagen alles wieder zu verwerfen. Über das von Claude Lévêque geschaffene Bühnenbild wissen wir nur, dass die Direktorin Brigitte Lefèvre die ursprüngliche Idee für sich beansprucht.
Premiere ist am 18. März an der Opéra Bastille.
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Workshops im Rahmen von «Tanz hoch zwei» in der Tanzfabrik Berlin: «Making the Body All Eyes», psychophysisches Training, Phillip Zarrilli, 22.–26. März; «Superheroes», Interaktionen, Carlos Pez und Peter Pleyer, 24.–26. März; «Hoodwinks & Hijinks», Strategiespiele für Tänzer & Choreografen, Jeremy Xido, 27. März; «Butoh deconstructed», Astrid Endruweit, 28.–30....
Lieber Jochen Sandig,
ein Utopist wollen Sie sein. Als solcher jedenfalls präsentierten Sie Sasha Waltz‘ Idee des living archive. Und weil Sie die so leidenschaftlich vertreten, möchte ich Ihnen als dem nun Verantwortlichen antworten: Es gibt grundsätzlich gut gemeinte Ideen, die – nicht zu Ende gedacht – sich in ihr Gegenteil verkehren, und es gibt Utopien, die...
Vancouver lässt sich nicht lumpen: Die Olympischen Winterspiele umschließend, gibt es seit Januar eine «Cultural Olympiad», die noch bis März alle mögliche Kunst in der westkanadischen Metropole präsentiert. Mit dabei ist Marie Chouinard aus Montréal, die in Vancouver ihr neues Stück zur Uraufführung bringt. In «The Golden Mean (Live)» will sie Bewegungen zeigen,...
