omega and the deer
Norwegen ist ja so reich, und Öl noch immer der stärkste Motor der Welt. Es kommt nur darauf an, wohin man damit fährt. Auch Griechen (Onassis) und Portugiesen (Gulbenkian) wurden mit Öl reich. Bis beide Händler ihre Läden dichtmachten. In den Emiraten werden dagegen noch immer teure Autos gekauft, Golfklubs gegründet und respektierliche shopping malls durchwandert. Norwegen hingegen: baut eine Autobahn, ein Opernhaus und fährt Mittelklasseautos.
Warum so bescheiden? Mühelos könnte Norwegen das ers-te Land der Welt werden, das seinen Bürgern ein Grundeinkommen stiftet oder seinen Kulturetat auf zehn Prozent erhöht. Macht es aber nicht, sondern kopiert all das, was in der Europäischen Union üblich ist – ein Ballett, ein Tanzhaus, ein Tanzfestival – und gibt Geld für gerade mal vier Tanzkompanien aus.
Nur keine Wikinger
Eine davon ist das Ingun Bjørnsgaard Prosjekt. Den Stücktitel «Omega and the Deer» entnahm Bjørnsgaard einer Lithografie des berühmten norwegischen Malers Edvard Munch aus der Mitte seiner Mappe «Alpha und Omega». Omega und das Reh, das sind Munchs Adam und Eva, sein Gender-Mythos, wie ihn Ingun Bjørnsgaard schon in ihrem «Capricorn Domestic» 2002 verhandelte. Das Reh ...
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Tanz Dezember 2011
Rubrik: produktionen, Seite 8
von Arnd Wesemann
In Koblenz beginnt eine neue Ballettära. Fast 30 Jahre lang leitete der Engländer Anthony Taylor die Kompanie. Ausgeschieden aus Altersgründen, geht ein Neuer an den Start: Steffen Fuchs. Der 37-Jährige kam durchs DDR-Fernsehballett zum Tanz, war lang bei Uwe Scholz in Leipzig. Seine Choreografenausbildung absolvierte er an der Palucca-Schule.
Nun ein Neuanfang,...
Auf diesem kleinen Bild geht’s dem Festivalmacher Sven Åge Birkeland aus Bergen in Norwegen an die wenigen Haare. Vor ihm wartet ein Großmeister unter den Tanzkuratoren, Priit Raud aus Tallinn. Hinter dem portugiesischen Friseur sitzen Vallejo Gantner vom legendären Performance Space 122 in New York, Per Ananiassen aus Trondheim und Gundega Laivina aus Lettland....
Zumindest über ein Wortspiel kann man ungeniert lachen. Das geht so: «For four you need two two.» Das Zahlwort lässt sich auch aussprechen wie im Englischen das «Tutu». Und keiner braucht ein Tutu weniger als William Forsythe. Haha. Zu lachen gab’s noch jede Menge in dieser 70 Minuten kurzen Neuschöpfung mit dem kryptischen Titel «Sider». Aber das war eher...
