Neue Location für Stuttgart
Mit den besten Empfehlungen von Samuel Beckett? «Vergesst nicht beim Stuttgart-Besehen», so der Autor 1966 in einem Gedicht, «die Neckarstraße zu gehen.» Die heißt zwar an dieser Stelle mittlerweile Willy-Brandt-Straße. Aber als Werbung wäre das Zitat willkommen gewesen, gäbe es da nicht noch den vernichtenden Nachsatz: «Vom Nichts ist an diesem Ort / der alte Glanz lange fort. Und der Verdacht ist groß: / Hier war schon früher nichts los.
»
Daran soll sich zumindest in der Zukunft etwas ändern, wenn die Freie Szene Stuttgart in der Nummer 18 übergangsweise die LOTTE-Räumlichkeiten bezieht. LOTTE, das stand bisher als Abkürzung für «Land of the Temporary Eternity» und diente dem gleichnamigen Verein als ein Showcase, in dem sich junge Künstler, Philosophen und Wissenschaftler in interdisziplinären Performances, Workshops und anderen Events erproben konnten. Die sind sicher auch künftig in dem ehemaligen Blumenladen willkommen, der den vereinigten Vereinen der Freien Tanz- und Theaterszene Stuttgart gUG als Schaufenster dienen soll – so lange jedenfalls, bis der geplante, rund 40 Millionen teure Erweiterungsbau des Stuttgarter Theaterhauses auf dem Pragsattel bezugsfertig ist. ...
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Tanz Juli 2018
Rubrik: Side Step, Seite 18
von Hartmut Regitz
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Sie sind Pädagogin und Choreografin, haben sich unter anderem auf Faszien spezialisiert. Was ist das Besondere an Faszien?
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Richard Siegal ist bipolar, und zwar «bipolar begabt». Er liebt und kann als Choreograf einfach beides. Kann großes klassisches Ballettensemble und kleine freie Szene. Kann Bayerisches Staatsballett und The Bakery, die von ihm einst gegründete experimentierfreudige Plattform für interdisziplinäre Kunst. Seit anderthalb Jahren hat er nun eine eigene Kompanie, das...
