neubau: staatliche ballettschule berlin
Ein «Ein Haus mit Schwung» nennt der künstlerische Leiter Gregor Seyffert den Neubau der Staatlichen Ballettschule Berlin, eine Hinterlassenschaft aus der Zeit der DDR, die das Architekturbüro von Gerkan, Marg und Partner so ummantelt und überformt hat, dass daraus ein grandioser Gebäudekomplex entstanden ist, ohne alle Hermetik. Einladend öffnet sich das schneeweiße Haus zum Park.
Riesige Fenster lassen das Statische und Trennende drinnen und draußen verschwinden: Hier spiegelt sich für Schulleiter Ralf Stabel die Philosophie der Schule wider: «Der Unterricht soll für jeden transparent sein. Die Kinder müssen wissen, welche Leistungsanforderungen an sie gestellt und warum sie wie bewertet werden.»
Man bleibt nicht unbeeindruckt von der Beschwingtheit des Gebäudes. Seine lichte Höhe lässt im Foyer immer wieder den Blick schweifen. Es wurde an nichts gespart. Rund 24 Millionen hat sich Berlin den Umbau kosten lassen. Finanziert wurde er zu 90 Prozent mit Mitteln, die vom Bund, den Ländern und der EU als «Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur» deklariert wurden: eine Investition, die nicht nur das Land Berlin entlastet, sondern auch die ...
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Tanz Februar 2011
Rubrik: praxis, Seite 73
von Hartmut Regitz
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