nachruf: Elise Ralston
Sie hat sich gewünscht, dass der «Tanz immer mehr zu einer Kunst werden kann, die menschliche Größe befördert». Und dass er «nicht vornehmlich geistige Armut erzeugt durch Überbewertung mechanischen Trainings und engstirniges, leistungsbezogenes Denken». Mit unerschöpflicher Energie widmete sich Elise Ribeiro Ralston ihrer Kunst, mehr als zwanzig Jahre lang an der Tanzfabrik Berlin, an der sie vor allem Yoga unterrichtete. Am Alan Bateman Institute for Health Body Education erhielt sie das Rüstzeug und hat nicht nur nebenbei in New York moderne Tanztechniken studiert.
Das Klassische war längst in ihrem Körper – seit ihrer Ausbildung bei Maria Melo in São Paulo und bei Heinz Clauss an der Stuttgarter John-Cranko-Schule. Liebend gern hätte sie ihre Erfahrungen in die Arbeit des Tanztheaters Wuppertal eingebracht. Pina Bausch schien überaus interessiert, doch Konkurrenzdenken verhinderte das ersehnte Engagement. Deshalb konzentrierte sich Elise Ralston nach Jahren mit Reinhild Hoffmann am Bremer Tanztheater ganz auf den Unterricht und die Entwicklung dessen, was sie «Dança Expressiva» nannte: eine Methode, die «durch eine von Yoga verursachte vollständige Entspannung des Körpers bei ...
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