musicals am broadway
Eine Saison wie aus dem Bilderbuch am Broadway: Noch nie wurden so viele Eintrittskarten verkauft, sind so viele Besucher in die Theater geströmt wie in der gerade zu Ende gegangenen Spielzeit. Dabei haben jüngere Besucher das traditionell weiße und mittelalte Publikum aufgemischt. Vielleicht auch, weil sich trotz gestiegener Eintrittspreise immer öfter die Möglichkeit bietet, über Online-Lotterien an verbilligte Karten zu kommen.
Und noch etwas ist anders geworden: Sowohl im Schauspiel wie im Musical gibt es vermehrt ungewöhnliche Produktionen mit gewagten Themen und noch gewagteren Besetzungen. Während Hollywood nach der letzten Oscar-Verleihung, bei der nicht ein einziger nicht-weißer Künstler geehrt wurde, in einer Krise steckt, wurden die im Juni verliehenen «Tony Awards» − Amerikas wichtigste Theaterpreise – zum Triumphzug kultureller Diversität, auch und gerade in der Musical-Kategorie.
Ruhm oder Liebe oder beides?
«Paramour», das vom Cirque du Soleil produzierte Musical der Superlative, war da noch nicht gelistet, weil es überhaupt erst Ende Mai im umgebauten Lyric Theatre an der 42nd Street uraufgeführt wurde. Unter der künstlerischen Leitung des französischen Regisseurs ...
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Tanz August/September 2016
Rubrik: Produktionen, Seite 8
von Andreas Robertz
Vielleicht ist es so gewesen: «Rodin erfasste mit einem Blick ihren gedrungenen Körper von der etwas unbeholfen aufgesteckten Takashimada-Frisur bis zu den in weißen Strümpfen und Chiyoda-Sandalen steckenden Füßen und drückte ihre kleine feste Hand.»
Irgendetwas an dieser Frau, die da plötzlich in seinem Atelier steht, ist faszinierend. Der Bildhauer wendet...
Bei jedem großen Fußballturnier nutzen Feuilletonisten die Chance, Brücken zwischen Ball- und Bühnenspiel zu schlagen, gewissermaßen den Kick im Welttheater zu entdecken. Und zweifellos gibt es Spieler mit einer so genialen Motorik, dass sie damit auch Tanzstars werden könnten. Das beweisen nicht nur ihre eingeübten Choreografien beim Torjubel.
Umgekehrt führen uns...
2002 hob Julian Nida-Rümelin als erster Kulturstaatsminister der Republik die mit einem Etat von jährlich 40 Millionen Euro ausgestattete Kulturstiftung des Bundes aus der Taufe. Es war höchste Zeit. Die Zuwendungen aus Kommunen und Land für die kulturelle Versorgung reichen vorne und hinten nicht. Und immer seltener geht es, nach Tarifer-höhungen,...
