moskau: angelin preljocaj
Nein, sagt Angelin Preljocaj, er werde keine Kompromisse eingehen. Mögen auch zehn Tänzer – die Hälfte der Besetzung – vom Bolschoi-Ballett kommen, in seinem neuen Stück wird niemand auf Spitze steigen. Die Interpreten aus Moskau genießen ihre Begegnung mit dem zeitgenössischen Tanz. Nicht, dass es ihnen leichtfiele. Beim Improvisieren fragen sie sich ständig, ob es in die richtige Richtung geht: «Hier gibt es weder präzise Begriffe für die Gesten noch klare Kriterien für die Qualität der Ausführung.
» Und noch etwas verwirrt sie: «Die Musik wechselt ständig», denn die mixt Star-DJ Laurent Garnier. Dazu arbeiten sie zum ersten Mal mit Objekten, schweren Stühlen und Helmen aus Küchengeräten, kreiert von Subodh Gupta. Doch die Moskauer Abordnung freut sich: «Nach dem Projekt werden wir unseren Kollegen einiges voraushaben.» Preljocaj scherte sich nicht um die interne Hackordnung des Bolschoi-Balletts, wählte seine Tänzer nach subjektiven Eindrücken. Nun bringt er in jeder Szene Tänzer aus Moskau und seiner eigenen Kompanie zusammen. Thema des Stücks wird die Apokalypse sein. Premiere ist am 14. September in Moskau. In Frankreich erstmals zu sehen in Lyon vom 24. bis 27. September, in ...
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