memorial
__________________nurejews salon
Russische Geschäftsleute, die mit Limousinen, Yachten und Palästen protzen, können sich als Gefangene des Neureichen-Syndroms auf einen berühmten Landsmann berufen. Rudolf Nurejew scheffelte Millionen. Nur hielt er keine Anteile an Scheinfirmen und zahlte keine Schmiergelder. Er tanzte, und das an etwa 250 Abenden im Jahr. Entsprechend blieb ihm kaum Zeit für Entspannung auf seinen Inseln im Mittelmeer, seiner Ranch in Virginia oder in seiner Karibik-Villa.
Allein in seinen Luxus-Apartments in New Yorks legendärem Dakota Building und in Paris machte er regelmäßiger Station. Auf den 300 Quadratmetern am Quai Voltaire, nur durch die Carroussel-Brücke vom Louvre getrennt, stapelten sich die Kunstwerke zu Hunderten. Denn wie Serge Lifar, sein russischer Vorgänger als Ballettchef der Opéra, war auch Nurejew ein beflissener Sammler von Artefakten jeder Art.
Seit 1984 wusste er um seine HIV-Infektion, die Jahre bis zu seinem Tod im Januar 1993 nutzte er, um seinen Nachlass vor dem Fiskus zu schützen. Für Nurejew, der sich 1961 auf dem Flughafen Le Bourget – in einer dramatischen Flucht vor Sowjet-Spitzeln – weigerte, in die UdSSR ...
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Tanz Januar 2014
Rubrik: traditionen, Seite 54
von Mike Dixon, Natalia Zozulina und Thomas Hahn
im februar: ausbildung_________
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