jón vallejo
Ein Spanier in Dresden: Der Tänzer Jón Vallejo gehört von Beginn an zur Kompanie von Aaron S. Watkin, die jetzt nach einigen verwirrenden Namensspielen «Semperoper Ballett Dresden» heißt. Rasch machte er dort auf sich aufmerksam. In der Gruppe, in kleineren Soloaufgaben, in den Choreografien von William Forsythe fiel er erstmals auf. Inzwischen hat er es auch zu großen Rollen und für ihn kreierten Stücken gebracht.
Dabei drängt er nicht in den Vordergrund, er schätzt die Kraft der Gruppe, und er weiß, dass diese umso stärker ist, je weniger die individuellen Leistungen in ihr verloren gehen.
Beim Nachdenken darüber, wie diese unverzichtbare Individualität mit ihren unterschiedlichen Facetten zu beschreiben wäre, fallen zunächst drei Begegnungen mit Jón Vallejo in Dresdner Aufführungen ein. Da ist er einmal in der Rolle des Opfers in Jirí Bubeníceks Kreation «Der Nachmittag eines Fauns» zu sehen. Wie dieser Tänzer in seiner zerbrechlichen Unschuld zerrieben wird zwischen der handgreiflichen Begierde einer geistlichen Aufsichtsperson und den gewundenen Bewegungen des Fauns à la Nijinsky – als wertfreies Prinzip nicht zu steuernder Lust verstanden –, das ist von großer ...
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Tanz Januar 2014
Rubrik: menschen, Seite 24
von Boris Gruhl
Sie sind gemeinsam von der Hochschule für Schauspiel «Ernst Busch» und der Staatlichen Ballettschule Berlin ab sofort zur Honorarprofessorin ernannt worden. Seit Sie 2012 das Staatsballett Berlin verlassen haben, tanzen Sie mit dem American Ballet Theatre und gastieren weltweit, etwa beim Bayerischen Staatsballett, an Semperoper und Mailänder Scala sowie am...
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«Letzte Abenteuer» – großartig, da will man dabei sein, da rutscht das Hirn sofort zurück zu mittelalterlich-gefährlichen Aventüren, intakten Tugenden und tapferen Rittern, die sich in den Dienst einer großen Sache stellen: den Gral zu finden – was ja letztlich immer nur eine Suche nach dem Sinn im großen Weltengefüge ist. Aber mit so etwas wie «Sinn» hapert...
