medien
brug schaut dvd_________
tanzt!
Hier ist einiges sehr möchtegern: Dortmunds großes U will aussehen wie die Freiheitsstatute, die kümmerlichen Hochhäuser wie die New Yorker Skyline, und die Fußgängerzone soll dem Times Square gleichen. Tun sie natürlich nicht. Und das Dortmunder Theater kann auch keineswegs mit den MGM-Studios konkurrieren, wo einst die Musical-Träume wahr wurden.
Trotzdem ist es grundsympathisch, wie hier – da wirkt das «Sacre»-Education-Projekt der Berliner Philharmoniker mit Simon Rattle und Royston Maldoom samt Dokumentarfilm «Rhythm is it!» auch noch nach – das Ballett Dortmund versucht, die Stadt zum Tanzen zu bringen. Wir sehen in dieser mit wenig 3D-Mehrwert gefilmten Dokumentation von Thomas Steffen und Ivan R. Sertic, wie lokale Breakdancer, ehemalige Balletttänzer, Fans, Sportfunktionäre und Raumplaner mit eingebunden werden. DSW21, der Unternehmensverbund für Mobilität und Logistik, Energie und Wasser, Lebensräume und Datennetze, hat das Projekt angeregt. Das clever von Tobias Ehinger gemanagte Ballett unter dem chinesischen Chef Xin Peng Wang hat es umgesetzt. Und natürlich die PR-Qualitäten für die eigene Kompanie erkannt. Die wird hier ins beste ...
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Tanz Juni 2014
Rubrik: medien, Seite 62
von
Brit Rodemund, von Anita Berber gibt es eher wenige Zeugnisse.
Aber es existieren Zipfel, an denen man sich festhalten kann. Wir haben uns auf den tschechischen Kritiker Joe Jencík konzentriert. Er war Tänzer und Choreograf, der die Stücke von Anita Berber so beschreiben konnte, dass man als Tänzer noch heute etwas mit seinen Formulierungen anfangen kann. Wir haben...
Warum sind wir so geworden, wie wir sind? Diese alte, kluge, böse Frage stellten die Berliner Performerinnen von She She Pop zuletzt 2010 ihren leibhaftigen Vätern. Ihre maulenden Papas spielten König Lear, der sein Bühnenreich unter den Töchtern aufteilt. Frech schlugen die Töchter das Erbe aus. Bibliotheken etwa, durch die ihre bildungsbeflissenen Väter sich...
Am Jahresanfang war das Zentenar in aller Munde. Kein Feuilleton, keine Nachrichtensendung, kein historischer Blog kam ohne schwergewichtigen Essay über den Ersten Weltkrieg aus. Vom Buchmarkt her erschütterte gar ein mittelschweres Beben die Leselandschaft: Haben wirklich die Deutschen das Katastrophenszenario angezettelt, wie es Fritz Fischers epochale Schrift...
