maos letzter tänzer

kommt in die Kinos.

Tanz - Logo

Es ist die Chance seines Lebens: Im Winter 1971/72 suchen Kulturfunktionäre in ganz China nach biegsamen, dehnbaren Kinderkörpern, die sich für den Drill in der staatlichen Tanz­akademie eignen würden, um eine neue Garde von Balletttänzern im Reich der Mitte zu formen. Und um eine Vision von Maos Frau Realität werden zu lassen.

Der zehnjährige Cunxin weiß zwar nicht, was Ballett ist, aber als die Abgesandten ihn zur Untersuchung auswählen, will er zeigen, was in ihm steckt. Er wird vermessen, lächelnd erträgt er die brutalen Dehnungen und Streckungen.

Da auch die politische Prüfung seiner Familie positiv ausfällt, wird er aufgenommen. Und hat damit die Gelegenheit, aus dem Teufelskreis der Armut auszubrechen, aus dem bitterarmen Bauernmilieu der Provinz Shandong.

Cunxin beißt sich durch, gehört schließlich zu den herausragenden Tänzern seines Jahrgangs. Mit 18 erhält er eine weitere Chance: Ben Stevenson, der Direktor des Houston Ballet, veranstaltet in Peking einen Workshop und vergibt zwei Stipen­dien für seine alljährliche summer school – eines erhält Cunxin. Den Sommer 1979 trainiert er in Houston; Bald darauf ist wieder in den USA: um ein Jahr mit dem Houston Ballet zu tanzen. ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz November 2010
Rubrik: medien, Seite 56
von Klaus Kieser

Vergriffen
Weitere Beiträge
stuttgart: christian spuck...

...landete 2008 in Essen mit «Leonce und Lena» einen veritablen Erfolg. Die ­Kritikergilde war überwiegend entzückt von seinem Versuch, Georg Büchners Satire in Tanz zu übersetzen. Zumal bei einer literarischen Vorlage, in der herzlich wenig Handlung stattfindet, dafür jede Menge höfisches Gelangweiltsein. Das geht, indem man streng stilisiert, bis hin zu...

continu

Choreografen, die sich verändern möchten, haben es schwer. Wenn ein Künstler was ­Gu­tes schafft, wollen Publikum und Presse davon immer mehr. Pina Bausch konnte davon ein Lied­chen singen, als ihre Stücke immer leichter, beschwingter und tänzerischer wurden. Sasha Waltz konnte dies in der Schweiz nun ebenso. Hier hatte man sie von ihrer «Trave­logue»-Serie her in...

münchen: les slovaks «journey home»

Vier dieser slowakischen Herren – Milan Herich, Peter Jaško, Anton Lachký und Milan Tomášik – teilten schon als Kinder die Bühne beim Volkstanzfestival «Východná». Fünfzehn Jahre später trafen sie sich in Belgien wieder. Martin Kilvády, am ersten Studienort der vier in Banská Bystrica geboren, kam hinzu. In Brüssel zogen sie zusammen, gründeten 2006 das...