ludwigshafen: no ballett

Tanz - Logo

Zwei wahre Artisten auf der Bühne und vier, die für «[How to Be] Almost ­There» verantwortlich zeichnen: Da kann nichts mehr schiefgehen, und es ging auch nichts schief beim Beitrag von HeadFeedHands. Anne Hirth, Maya Lipsker, Tim Behren und Florian Patschovsky holten am Ende des sechsten Choreografiewettbewerbs «no ballet» in Ludwigshafen sowohl den mit 7500 Euro dotierten ersten Preis als auch den mit 1000 Euro ausgestatteten Publikumspreis nach Köln und Freiburg.

Gleich vier der fünf Choreografen innerhalb der Jury votierten mit der Höchstnote Acht für das Stück, das Akrobatik nicht miss­braucht, sondern Vereinsamung, Verlust und Beziehungslosigkeit erfahrbar macht. In dieser abendfüllenden Arbeit enthielt das gezeigte Männerduett aus «[How to Be] Almost There» trotz aller Virtuosität subtil genug Menschliches (und gewann dafür kürzlich auch den ers-ten Preis bei der Kölner Vorausscheidung für das Budapester Festival «SzólóDuó»; Foto: Günter Krämmer). Auch Shumpei Nemoto trumpfte nicht auf. «Ugoku» nennt sich seine Choreografie. Drei Männer «bewegen» sich auf unterschiedlich raumgreifende Art. Mit Recht fragte ein Juror, was an dieser Einfachheit so spannend ist, und ermutigte ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Dezember 2011
Rubrik: praxis, Seite 70
von Hartmut Regitz

Weitere Beiträge
marc de veer

Im großen Zoo der Tanzformen haben sie ihren eigenen Käfig: die Drag-Queens und -Kings, die den Rollenwechsel der Geschlechter tanzen. Männer als Frauen, Frauen als Männer. Man findet sie meist in der Sek­tion Comedy, aus unerfindlichen Gründen gern bei Firmen-bespaßun­gen oder beim «Edinburgh Fringe Festival», bei dem die Kompanie ­
Drags Aloud aus Australien...

Nur im Netz

Bartabas: «Calacas» in Paris

Kevin O'Day: «I'm with the band» in Mannheim

Toula Limnaios: «anderland» in Berlin

ab 10. Dezember: «Flux» im Staatstheater Kassel

ab 28. Dezember: Jean-Christophe Maillot: «Lac» in Monte-Carlo

greifswald: Ralf Dörnen: «Der Tod und das Mädchen»

Erich Walter, Roberth North, Tom Schilling, Pavel Šmok taten es. Roland Petit tat es. Sie und viele weitere Choreografen konfrontierten einen Menschen, wie es Tradition auch in der bildenden Kunst ist, ein Mädchen, mit dem Tod. Der kommt nicht als ein Lebensentreißer, sondern als einer, der sanft in tröstliche Gefilde überführt.

Auch Ralf Dörnen und das Ballett...