la danse: frederick wiseman

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Wie kamen Sie auf die Idee, einen Film über das Ballett der Pariser
Opéra zu drehen?
Ich drehte schon 1992 einen über das American Ballet Theatre. 2000 lebte ich in Paris und war oft im Ballett. Es war naheliegend, noch einen Film über Tanz zu drehen. Mich interessierten die Unterschiede zwischen einer Kompanie in den USA und in Frankreich.

Sie zeigen wesentlich mehr Planung, Vorbereitung, Proben als Tanzszenen. Warum?
Ich wollte zeigen, wie viel Vorbereitung nötig ist, um Ballett  möglich zu machen. Aufführungen abfilmen – das wurde schon oft gemacht.



Die Pariser Opéra hat Sie nach Belieben filmen lassen. Wie kam das?
Das müssen Sie die Opéra selbst fragen. Brigitte Lefèvre, die Ballettdirektorin, ist sehr aufgeschlossen gegen­über Neuem. Das sieht man am Spielplan. Ich denke, sie hat erfahren, dass meine Arbeitsweise fair ist – und dann das Projekt riskiert.

Gab es Bereiche, zu denen Sie keinen Zugang hatten?
Nein. Nachdem sie zugestimmt hatte, konnte ich machen, was ich wollte. Brigitte Lefèvre hatte keine Kontrolle über den Film, sah ihn erst, als er fertig war. Das Ergebnis gefällt ihr, was mich sehr freut.

Sie hatten völlige künstlerische Freiheit?
Man hat mir nichts untersagt. ...

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Tanz Januar 2011
Rubrik: menschen, Seite 27
von Oliver Heilwagen

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