Jochen Roller: «Janclod!»

Hamburg

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Jochen Roller wollte im Alter von 16 unbedingt Ballett-Tänzer werden. Warum Ballett und nicht Karate? Der halbstarke Durchschnitt bewunderte Actionfilme mit Jean-Claude Van Damme. Und nicht die Tänzer am Stadttheater. Dass Jochen Roller, heute Vortragskünstler, gute Fragen stellt, ist bekannt. Seine Antwort in janclod! lautet erstens: Karatekämpfer stellen, anders als Jochen Roller, keine Fragen. Zweitens: Jean-Claude Van Damme war selber Ballett-Tänzer in Brüssel, bevor er für Hollywood mehr als 900 Stuntmen vor der Kamera zusammenschlug.

Drittens gilt: Einem 16-Jährigen «zeigt Karate den Weg. Ballett zeigt ihn nicht». Zur Demonstration stehen auf seinem Tisch eine Mimose (Ballett) neben einer fleischfressenden Pflanze, die am Ende einen in Rollers Ballettschuh weichgetanzten Fleischlappen zum Fraß erhält. Ansonsten gilt für Karate wie Ballett: «Körperlicher Schmerz ist nicht notwendigerweise Leid». Nur im Tanz aber gibt es einen Traum, den Karatekämpfer niemals träumen: Stellt euch vor, es kommt eine dieser Royston-Maldoom-Schulklassen auf die Bühne. Statt zu tanzen, veranstalten die Jungs eine ordentliche Prügelei. Die ersten Zuschauer rufen «Aufhören!». Die Maldoom-Schüler: ...

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Tanz Dezember 2008
Rubrik: Der Kalender, Seite 44
von Arnd Wesemann

Vergriffen
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