Highlights
Auf den Gletscher
geht’s alle Jahre wieder am 24. April. Dann bringt Hubert Lepka mit seiner Kompanie Lawine Torrèn elefantöse Pistenbullys und Hubschrauber ins österreichische Sölden, damit Hannibal es noch einmal wagen darf, die Ötztaler Alpen am Rettenbachgletscher mit 60 000 Mann zu überqueren. Das Spektakel für über tausend Zuschauer in der Kälte ist gigantisch. In diesem Jahr gewinnt es noch eine Dimension dazu. Hannibals Mutter Dido, zurückgeblieben in Karthago am milden Mittelmeer, macht sich choreografisch in Tunesien warm.
Marion Hackl tanzt die Frau mit Führungsqualitäten zwanzig Minuten lang in den Ruinen ihrer Paläste, instruiert von den tunesischen Historikern Aziz Belkhodja und Mouldi Hammami. In Sölden selbst jedoch wird ihr Palast auf 3000 Meter Höhe vom Himmel fallen. Dazu rudern gigantische Galeeren übers Eis und fallen jede Menge Fallschirmspringer ins größte Gletschertheater, das seit neun Jahren immer nur einmal im Jahr abbrennt und im Feuerwerk verglüht. soelden.com
Borderline special
in der Hamburger Kampnagelfabrik verspricht Grenzgänge, die im Tanz sowieso die Regel sind. Hier liegt der Schwerpunkt auf politisch, hm, umstrittenen geografischen Grenzen. ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Ob uns der graue Beton nicht vorgekommen wäre wie von Asche überzogen, fragt Koen Augustijnen nach der Premiere im Théâtre de la Ville. Nö. Dazu sieht sein Terrassenhaus auch viel zu sauber aus, geradezu einladend mediterran. Da würde man glatt morgen einziehen. Seine Scharen von Musikern, Sängern und Tänzern schienen sich auf den Balkonen und Terrassen da oben...
Wolf Singer,
erzählt Ihnen William Forsythes Choreografie etwas über die Struktur unseres Wahrnehmens und Denkens? Ich denke schon. Charakteristisch ist in all seinen Inszenierungen die Parallelität der Ereignisse. Es passiert immer an vielen Orten gleichzeitig etwas, das sich selbst organisiert. Wenn man das Netzwerk der Bezüge anschaut – dazu braucht man...
«Ich entwickle mich langsam. Ich bin nicht jemand, der steil aufsteigt. Natürlich verfolge ich auch eine Ästhetik und eine Linie, die aber nicht trendig ist. Auf längere Sicht zeigt sie aber vielleicht eine Perspektive auf, die überleben kann.» So bescheiden klang der Schweizer vor vielen Jahren. Aber er behielt recht. Seit 1999 leitet der heute 49-Jährige das...
