Highlights 7/18
München: Think big #6
Tanz, geschaffen für ein jüngeres Publikum, macht Welle. Das Angebot wird zunehmend größer: Der Radius dieser sechsten Ausgabe des Festivals für die nächsten Generationen eröffnet passend mit dem Titel «360°», einer sehr dynamischen Choreografie von Rami Be’er und der Kibbutz Contemporary Dance Company 2 aus Israel. Es gibt jede Menge tänzerische Erkundungen: Der 10-jährige Mika Nowotny tanzt ein Duo mit einem 21 Jahre älteren und 43 Zentimeter größeren Typ.
Es gibt Hip-Hop, Interaktives, Musikalisches für alle Altersgruppen, dazu zahlreiche Workshops und Fach-tagungen, um zu zeigen, wie enorm die Qualität und Reichweite des Tanzes für ein Publikum gestiegen ist, das (noch nicht) die Schulbank drückt.
Vom 13. bis zum 22. Juli; www.thinkbigfestival.de
München: La strada
Eine Schausteller-Story, das ist auch für einen Marco Goecke etwas Neues. Versiert in der Kunst des Weglassens, muss er eine Geschichte sichtbar machen, ohne auf Abstraktion zu verzichten. Aber Vergleichbares ist ihm ja schon mit «Orlando» wie mit «Nijinski»- auf ganz wunderbare Weise gelungen, und deshalb darf man auch von «La Strada» Vorbildhaftes erwarten: nämlich nicht den banalen ...
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Tanz Juli 2018
Rubrik: Tanz im Juli, Seite 36
von
Alles, was im Wachstum begriffen ist – Pflanzen und Kinder – wird in einem riesigen Glaskasten verwahrt. Ein Gewächshaus, das gleichsam als letzte Kolonie die Zukunft des Lebens in sich birgt. So sieht das Ambiente aus, in das Wayne McGregor seine Fassung von Strawinskys «Sacre du printemps» einpasst. Und das genau fünf Jahre, nachdem er den Auftrag, das Werk am...
Auf seiner jahrelangen Suche nach Perfektion und gesteigerter Selbstwahrnehmung hat sich Ohad Naharin, der Künstlerische Leiter der Bat-sheva Dance Company, redlich Mühe gegeben, seine Gaga-Technik als vollgültige Bewegungsdisziplin zu etablieren. Nun hat er sich auf einen Seitensprung eingelassen – mit Marlene Monteiro Freitas, die er eingeladen hat, ein...
Es wäre ein anderer Abschiedsabend für Nacho Duato als Intendant des Staatsballetts geworden, hätte ihn, wie geplant, Crystal Pite eröffnet. Für Kanadas verhinderte choreografische Wunderwaffe sprang Gentian Doda ein, noch Erster Ballettmeister des Ensembles. Und damit hat das Unglück einen Namen. «Was bleibt», die einzige Uraufführung des Dreiteilers, wird...
