highlights
amsterdam_________
julidans
In Amsterdam fängt der Sommer gut an – und das seit 25 Jahren: ein Jubiläum, das gefeiert werden muss. Eröffnet wird das Festival denn auch mit «May B» von Maguy Marin, einer Beckett-Beschwörung der ganz besonderen Art. Wie die «Partita 2» von Anne Teresa De Keersmaeker gibt sie choreografisch das Maß vor, das die Jüngeren erst noch erfüllen müssen. Und von denen gibt’s bei «Julidans» eine ganze Menge. Georgia Vardarou beispielsweise, eine Griechin, ist nach Meinung De Keersmaekers eine große Zukunftshoffnung.
Oder Dorothée Munya-neza, mutig genug, in «Samedi détente» an den Genozid in Ruanda zu erinnern. Nicht zuletzt aber die fünf Junioren, die diesmal im «Julidans Artists’s Lab» ihre künstlerische Begabung beweisen wollen.
Vom 1. bis zum 11. Juli; julidans.nl
avignon_________
angelin preljocaj
Ein junger Mann, ein Kriegsheimkehrer, kommt in den Ort seiner Kindheit. Niemand erkennt ihn, und er erkennt auch niemanden mehr. Was sucht der hier?, fragen sich die Leute. Er sucht: die Liebe. «Retour à Berratham» titelt Laurent Mauvignier seinen Text, den er eigens für Angelin Preljocaj und dessen Kompanie geschrieben hat. Die Uraufführung findet Mitte Juli beim ...
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Tanz Juli 2015
Rubrik: highlights, Seite 36
von
Die Anfänge seiner Choreografien schiebt Jefta van Dinther gern lang sam aus einem Nullpunkt heraus: aus der Reglosigkeit, wie einst bei «It’s in the air» (2009), dem Duett des Schweden mit Mette Ingvartsen. Oder aus der Ununterscheidbarkeit der Performer vom streunenden Publikum bei «The way things go» (2011); und diesmal aus völliger Dunkelheit und Stille. Ein...
Allein schon das Bühnenbild kann sich sehen lassen. Eno Henze, ein Berliner Künstler, hat es entworfen. Wuchtig in seiner Wirkung und zugleich beweglich, gibt es der Alt-Saga «Tristan + Isolde» auf abstrakte, aber wandelbare Weise Raum. Von Bert Dalhuysen ingeniös beleuchtet, scheint alles in der Schwebe, besitzt aber Atmosphäre genug, die Schauplätze aufs...
Tänzer haben’s gerne warm. Das Training beginnt morgens in Beinwärmern, Stulpen, Socken, Overalls oder Sporthosen, in den Pausen wickelt man sich in Selbstgestricktes und zieht die dicken, gefütterten Dance Booties über die Füße. Zoulfia Choniiazowa dagegen betritt um neun Uhr morgens einen kleinen Raum, in dem minus 110 Grad herrschen, eine Temperatur, wie sie auf...
