handbuch für choreografen 9
musik
Traditionell ist es der Choreograf, der ein Musikstück entdeckt oder in Auftrag gibt und dann etwas darauf choreografiert.
Das ist beileibe kein schlechter Ansatz.
musik
Ganz egal, was für Musik oder Klänge du dir zum Arbeiten aussuchst: Das Wichtigste ist, dass du dir Gedanken machst über die relative Gewichtung dessen, was wir am Ende zu sehen und zu hören bekommen: Laute Musik deckt kleine Bewegungen zu, und Klänge beherrschen häufig die gesamte Atmosphäre.
Mit der Musik oder den Klängen, die du verwendest, kannst du unter Umständen den Charakter eines Stücks komplett verändern (man denke etwa an Filme).
Ist es die Atmosphäre der Musik oder der Klänge selbst, die du anstrebst? Oder existiert darunter noch eine andere, zartere, jedoch nicht weniger kraftvolle Atmosphäre, die Gefahr läuft, erstickt zu werden?
musik
Choreografierst du zu einer Musik, so kannst du das relative Gewicht deiner Bewegungen exakt nach der Stärke der Klänge ausrichten, die wir hören werden.
Akustische Rhythmen verarbeitet unsere Wahrnehmung anders als visuelle Rhythmen. Der Rhythmus, den du hörst, wirkt stärker als der Rhythmus, den du siehst.
Eine Möglichkeit, die Kraft der Musik und die Kraft der ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Juli 2011
Rubrik: praxis, Seite 72
von Jonathan Burrows
Boris Charmatz, es gab viel Aufregung um das Festival von Avignon, als Kulturminis-
ter Frédéric Mitterrand entschied, ab 2013 den Theaterregisseur Olivier Py mit der Leitung zu betreuen. Py unterstrich sofort, dass er das Sprechtheater «verteidigen» werde gegen den «bösen» Tanz. Wie sehen Sie als diesjähriger artiste associé das Verhältnis zwischen den...
Für eine Autobiografie fehlte ihm die Zeit. Aber Zeugnisse seiner Freundschaft gibt’s zuhauf. Ria Schneider hat nicht wenige davon gesammelt und im großzügig ausgestalteten Buch «Erinnerungen an José de Udaeta» zu einer Dankesgabe gebunden. Von Brita Adam bis Tomás Zybura reicht die Liste von insgesamt 88 Autoren, die mal beredt, mal weniger beredt Auskunft geben...
Sie gewannen letztes Jahr den Publikums- und den Kritikerpreis beim Flamencofestival in Jerez de la Frontera für «Reencuentro», eine Hommage an Ihren Lehrer Fernando Belmonte, ebenso für «Leyenda Personal». Dieses Jahr kamen Sie ohne ein Stück, sondern als Lehrer. Warum?
Ich glaube, es gibt diesen Imperativ, dass ein Tänzer sein Wissen an andere weitergeben muss....
