erinnerungen: jose de udaeta

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Für eine Autobiografie fehlte ihm die Zeit. Aber Zeugnisse seiner Freundschaft gibt’s zuhauf. Ria Schneider hat nicht wenige davon gesammelt und im großzügig ausgestalteten Buch «Erinnerungen an José de Udaeta» zu einer Dankesgabe gebunden.

Von Brita Adam bis Tomás Zybura reicht die ­Lis­te von insgesamt 88 Autoren, die mal beredt, mal weniger beredt Auskunft geben über einen Mann, der groß war als charismatische Erscheinung, groß als ein Grande des spanischen Tanzes, groß als ein Künstler, der die fast vergessenen Kastagnetten wieder aus dem Schrank holte – groß vor allem auch als ein Mensch, der andere an seinem Können teilhaben ließ. Montserrat Caballé, die berühmte Operndiva, beschreibt ihn als «wunderbarste Person, voller Liebe und Mitgefühl und immer heiter lächelnd». Samy Molcho meint einmal, er tanzte mit dem Herzen.

Viel ist in dem Buch von seiner Aura die Rede, von seinem stupenden Wissen, mehr noch von seinem Humor, der ihn selbst dann nicht verließ, als ihn einmal auf der Autobahn eine Reifenpanne stoppte. Bis zum Eintreffen des ADAC nutzte er die Zeit, um mit Ingrid Bronner auf der Standspur die ersten Schritte einer Choreografie zu improvisieren: ein Highlight auf dem ...

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Tanz Juli 2011
Rubrik: medien, Seite 55
von Hartmut Regnitz

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