hagen: ricardo fernando «dornröschen (reloaded)»
Ausgerechnet «Dornröschen»! Ausgerechnet ein Ballett, das traditionell zur Ausstattungsorgie in Rosa gerät und bei dem sich selbst die Sparsparte Tanz jenen Luxus gönnt, der sonst nur die Oper garniert. Diesen Stoff hat sich Ballettchef Ricardo Fernando für das besonders finanzklamme Hagen ausgesucht. Als romantischen Mythos in neuer Matrix: «Dornröschen (reloaded)». Klingt cool, bedeutet aber zunächst: Alles fällt ein bisschen knapper aus als gewohnt.
Die Story, der Hofstaat, die Minikleidchen der Damen, die immer wieder abrupt abbrechende, live gespielte Musik und auch der hundertjährige Schlaf. Bei Choreograf Ricardo Fernando wird ohnehin weniger geruht denn hyperventiliert.
Gut und Böse liegen wie üblich im ewigen Machtkampf. Doch dann erwählt die liebliche Prinzessin, als wär sie eine Shakespeare’sche Julia, unverhofft den dunklen Sohn der feindseligen Fee Carabosse und bringt die Dichotomie der Märchenwelt ganz durcheinander. Ricardo Fer-nando hat die Fee mit einem Tänzer besetzt. Bei der Premiere war das Marcelo Moraes (mittlerweile beim TanzTheater Münster), der sich wie eine böse Drag-Queen in schwarz-silbernem Lack-Outfit exaltierte: provokante Hüftschwünge, hysterisches ...
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Tanz Februar 2013
Rubrik: kalender, Seite 40
von Nicole Strecker
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Die Meister solcher Street-Dance-Kunst verdienen sich Respekt durch absurde Isolationen: Ihre Gliedmaßen schleudern sich unabhängig...
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Gigi Hyatt,
vor 15 Jahren haben Sie Ihre Tanzkarriere beendet, sind in die USA gegangen, wo Sie zuletzt das Georgia Ballet und dessen...
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