Fabrice Mazliah

Montpellier

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Fabrice Mazliah «Hue»
Den ganzen Weg vom Vorplatz draußen bis an Ende der Bühne mussten die Zuschauer gehen, bevor sie an der schmalen Seite des Bockenheimer Depots in Frankfurt am Main auf der Tribüne Platz nahmen. Der Raum war leer geräumt, was die kirchenschiffähnliche Architektur des ehemaligen Straßenbahndepots besonders hervorhob. Hatte man sich hingesetzt, sah man die verbliebenen Zuschauer einzeln, zu zweit oder in Grüppchen den gleichen langen Weg zurücklegen.
Von der Seite betreten drei Tänzer in grau-blauer Trainingskleidung unauffällig die Bühne.

«Sind das jetzt schon Tänzer?», fragt eine Zuschauerin neben mir. Eine berechtigte Frage. Denn die fünf Tänzer und zwei Tänzerinnen der Forsythe Company, die, wenn sie nicht gerade ins Spiel einsteigen, an die Wände gelehnt dem Tun ihrer Kollegen zuschauen, machen im Prinzip nichts anderes als wir. Sie gehen über die Bühne. Doch erlangt alles, was sie tun, eine unangestrengte, wunderbare Klarheit und körperliche Präsenz.
Einer der drei schnickt mit dem Fuß einen Teelöffel durch den Raum, der von einem anderen Tänzer aufgefangen wird. Zwischen den beiden steht ein dritter, der jedes Mal, wenn der Löffel vorbeifliegt, die Hand ...

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Tanz Juni 2008
Rubrik: Der Kalender, Seite 41
von Gerald Siegmund

Vergriffen
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