Was denkt Panaibra Gabriel Canda
ist der bekannteste Choreograf in Maputo, Hauptstadt von Mozambique. Seine kleine Tanzorganisation «CulturArte» ist ein Büro im ersten Stock an der Avenida Mao Tse Tung. «Meine Schaltung nach Europa», sagt er. Ohne die Brüsseler Schule P.A.R.T.S, das portugiesische Tanzfestival Alkantara und das französische Kulturzentrum in Maputo gäbe es keinen Choreografen Panaibra. Aber gleich zieht der gelernte Buchhalter einen Strich, wie um eine Summe zu errechnen: «Europa sorgt für die Freiheit der Kunst, zum Preis, den Europäern gefallen zu müssen.
»
Tänzer gewinnt er, indem er Workshops gibt. Proberaum muss er mieten. Seine Mitstreiter sind Solitäre wie er, verstreut über den Kontinent: Ariri Adriamoretsiresy aus Madagaskar, Boyzie Cekwana aus Südafrika und Faustin Linyekula aus Kongo. Zuletzt gastierte Panaibra auf Festivals in Bielefeld, Hamburg, Lyon. Aber bloß nicht in Europa bleiben: «Schwarze Tänzer werden nach Frankreich importiert wie Fußballspieler. Wenn sie gut sind, dürfen sie französische Staatsbürger werden.» Sie leben dann nur noch sporadisch in Afrika «und wollen gegen irgendwelche Konventionen sein. In Europa müssen sie den Tanz intellektualisieren und merken gar nicht, wie ...
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stephen petronio und Company bringen die Biennale di Venezia zum Blühen. «Bloom» ist Teil einer Trilogie; «Beauty and the Brut» und «This is the Story of a Girl in a World» komplettieren das Werk, das der New Yorker Choreograf zusammen mit einem bunten Team aus Avantgarde- und Popkünstlern kreiert hat. Darunter: der Designer Ben Cho, die Musiker Antony Hegarty (von...
Immer auf dem Sprung
Von Afrika nach Europa, von Europa in die USA, von Porto nach Oslo. Für Tänzer gibt es mehr Grenzen, als ihnen lieb sein kann.
Faustin Linyekula zum Beispiel. Der Mann im Zeitungsrock. Er erzählt von einer wahren Odyssee. Oder Ecotopia: Eine Agentur sucht die Löcher im Zaun. Natasha Hassiotis fragt, warum wir so viele Grenzen haben
Die modernen...
