essen: philipp gehmacher «in their name»
Ein in mehrfachem Sinn großes Stück. Eines, das viel Raum beansprucht, obwohl dieser von nur drei Tänzern bespielt wird. Und eines, in dem der Raum die Tänzer bespielt, ihre Körper durchdringt, sich ihrer Bewegungen und Gesten annimmt und diese so erst möglich zu machen scheint. Der österreichische Choreograf Philipp Gehmacher ist ein Komponist von Wechselwirkungen zwischen Körper- und Raumdynamiken. Und mit dem Künstler Vladimir Miller fand er einen ebenbürtigen Partner, der durch seine Installation auch bei seiner jüngsten Arbeit, «in their name», ein starkes Zeichen setzt.
Nach den brillanten Videoinstallationen «dead reckoning» und «at arm’s length» kehrt Gehmacher wieder auf die Live-Bühne zurück. Er setzt sein Publikum auf eine Tribüne, die wie eine Stufenpyramide in diesen Raum gestellt und von Millers Konstruktionen umstellt ist. Mit Rémy Héritier und An Kaler hat Philipp Gehmacher auch wieder Kollaborateure gefunden, die seine Art, den durch sozialen Stress wie paralysierten Körper zu scannen und wie in Einzelbildern neu in Bewegung zu setzen, ideal unterstützen. Doch der Choreograf psychologisiert den durch seinen Alltag taumelnden, gestress-ten Körper nicht, wie das oft ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz März 2011
Rubrik: kalender, Seite 40
von Helmut Ploebst
Sie sind seit dieser Spielzeit Intendant an den Münchner Kammerspielen. Meg Stuart zeigte hier «Maybe Forever», Ende des Monats folgt Alain Platel mit «Gardenia». Beide Choreografen werden ab der kommenden Saison auch mit den Schauspielern des Ensembles arbeiten. Warum Tanz an den Kammerspielen?
Tanz in München ist ausbaufähig, so nehme ich das wahr. In Amsterdam...
Sören Meyer-Eller, warum haben Sie sich intensiver, als es bisher getan wurde, mit dem musikalischen Œuvre der Ballets Russes befasst?
Dass ein bestimmtes Musikwerk für Sergei Diaghilews Truppe geschrieben wurde, schien bisher wenig wichtig. Noch keine Plattenfirma hat versucht, so etwas umzusetzen. Ballett und Musik sind sozusagen Parallelwelten. Natürlich...
n Hamburg lehrt Anja Weber «Neurowissen für den Tanz» (5., 6. März), Bruno Duarte gibt im Rahmen des Kampnagel-Auftritts von Bruno Beltrãos «H3» eine masterclass in brasilianischem Breakdance (25. März). Ferner: Profi-Training in Modern Dance mit Fiona Gordon (7.–10. März), «Das Bewegte» mit Antoine Effroy (14.–17. März), «Space between Movement and Theatricality»...
