El Baile

Mathilde Monnier im Tangofieber: nicht aus Nostalgie, sondern weil sie die Geschichte Argentiniens aufrollen will

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Sie sollte ja nicht. Eigentlich. Mathilde Monnier hatte sich offiziell von der Kreation und nach Paris verabschiedet, da sie sich um das Wohl des Centre National de la Danse zu kümmern hat, dessen Geschicke sie seit Januar 2014 leitet. Dort rief sie neue Projekte ins Leben, allen voran «Camping», das internationale Treffen von Tanz- und Kunsthochschulen, das im Juni zum dritten Mal stattfand. Doch mittendrin fuhr sie bei Sonnenaufgang in Richtung Montpellier, um dort die Aufführungen ihres neuen Stücks «El Baile» zu leiten.

Weniger als drei Jahre nach ihrer letzten Kreation – da leitete sie noch das Centre Chorégraphique National in Montpellier – drängt es die Künstlerin zurück ins Rampenlicht.

Traditionell debütierten ihre Stücke stets bei «Montpellier Danse», doch die Vorbereitungen ihres «Rückfalls» verbarg sie geschickt vor der Öffentlichkeit, indem sie sich mehrfach an einen Ort begab, der im toten Winkel der Medien verschwand: Buenos Aires. Der Weg dorthin führte über die Begegnung mit dem Schriftsteller Alan Pauls. Der Argentinier, Sohn eines Deutschen, der 1936 vor den Nazis floh, verbindet in seinen Werken Stimmungsbilder aus der Hauptstadt Argentiniens,­ autobiografische ...

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Tanz August/September 2017
Rubrik: Produktionen, Seite 18
von Thomas Hahn

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