dvd: brug schaut dvd
brug schaut dvd
fonteyn & nurejew
So hip er auch sein mag, in jedem Engländer gibt es eine unausrottbare Ecke für Plüsch und Pleureusen, für Häkelarbeiten und Spitzenverzierungen. Das lässt sich trefflich auch aus den jüngst bei ICA Classics veröffentlichten BBC-Archivalien ableiten. Dafür wurde eine Triple Bill aus kostbarer, seinerzeit extra fürs Studio produzierter Tanzware zusammengestellt.
So offeriert schon die Intro zu Mikhail Fokines «Les sylphides»-Choreografie Tänzer, die in Zeitlupe springen, zur Pose gefrieren, hinter Gräsern und Schilf durchsichtig werden. Kaum ist die Trickkiste geöffnet, geht es freilich traditionell weiter: mit einem homogen-poetischen, eigens für die Aufzeichnung zusammengestellten Corps, mittendrin der sprungstarke Philip Chatfield als Poet. Die Südafrikanerin Nadia Nerina, die am Bolshoi eine respektable Gastkarriere hinlegte, neben Margot Fonteyn als zweite Primaballerina des Royal Ballet amtierte und zu Beriozoff-Zeiten gelegentlich in Stuttgart gastierte, ist eine ätherische Erste Solistin, fein sekundiert von Rowena Jackson und Julia Farron. Allerdings mutet die realistische Waldseekulisse mit strudelnden Wassern nebst Plas-tikseerosen ein ...
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Tanz Februar 2013
Rubrik: medien, Seite 60
von Manuel Brug
«Bei mir ist der ‹Club 27› ein Club junger Menschen, die die Botschaften ihrer Pop-Idole leben, die werden wollen wie sie», sagt die Choreografin Silvana Schröder. «27» bezieht sich auf das gleichnamige Buch von Kim Frank, Frontmann der Band «Echt». In Franks Roman geht es um die Nöte des Rockstars Mika – bei Schröder hat er viele Namen: Jeder der exquisiten Tänzer...
Von einem Tag auf den anderen entschloss sich Thomas Lempertz, mit dem Ballett aufzuhören – «ratzfatz», wie er sagt. Dabei stand ihm als Solist des Stuttgarter Balletts eigentlich die Welt offen. Schon als Schüler war er in dem Ballettmusical «On Your Toes» das verjüngte Ebenbild von Richard Cragun, in «La fille mal gardée» verkörperte er den verschrobenen Alain...
toulouse:
kader belarbi
Als er 2008 als Étoile der Pariser Oper abdankte, fehlte eigentlich nur eine Trauerbeflaggung am Palais Garnier, um dem Abschiedsschmerz seiner unzähligen Fans Ausdruck zu verleihen. Jetzt haben sie ihn wieder, wenn auch in anderer Funktion: Seit August 2012 leitet der charismatische Halbalgerier das Ballett-Ensemble des Théâtre du Capitole...
