Die Lehrerin: Carolyn Carlson

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Sie zählen zu den profiliertesten Choreografinnen der Gegenwart – und Sie unterrichten regelmäßig Masterclasses. Wo liegen Ihre Schwerpunkte? 
Jeder Tag ist einem Thema gewidmet, etwa räumlichen Volumina oder der vergehenden Zeit. Am Ende wird entlang des Themas improvisiert. Die Konzepte für den Ablauf stammen ursprünglich von Alwin Nikolais, ich habe sie auf einer poetischeren Schiene weiter entwickelt. Sie sind grenzenlos anwendbar, um Ausdrucksmöglichkeiten zu erweitern, ob für Tänzer, Choreografen oder Lehrer. Jeder lernt, die eigene Kreativität zu entwickeln.

Darum kommen viele auch ein zweites Mal. Ich will nicht an der Oberfläche, sondern in der Tiefe arbeiten. Wenn man etwa einen ganzen Tag lang zum Thema Zeitspannen arbeitet, versteht man die tieferen Prinzipien.

Lassen Sie sich von den Persönlichkeiten der Schüler inspirieren, um damit zu arbeiten?
Genau darum geht es mir, auch in meinen Stücken. Für «Inanna» habe ich jede Tänzerin angehalten, darüber nachzudenken, was für sie das Wesen der Frau ausmacht. Auch meine Kompanie improvisiert nach den Prinzipien von Nikolais, und das fördert Erstaunliches zu Tage. Ich habe es zudem mit Amateuren oder Kindern erprobt, deren ...

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Tanz Oktober 2014
Rubrik: praxis, Seite 74
von Interview: Thomas Hahn

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English Version: The Greeks

 

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