die lehrerin
Sie unterrichten die «ZooZ»-Methode. Was ist das?
Erst mal, ich sehe mich nicht als Lehrerin. Und «ZooZ» ist Hebräisch und meint einfach «Bewegung» – dieses Handy auf dem Tisch zu bewegen, sich selbst zu bewegen. Es geht um jede wiederholbare Bewegung. Gerade durch die Wiederholung einer Bewegung verändert sich etwas: im Kopf. Wenn ich dieselbe Bewegung mit dem Körper wieder und wieder wiederhole, erfahre ich sie dennoch jedes Mal anders. Darum glaube ich an das Plié jeden Morgen. Die täglichen Tendus, sogar am Türgriff des Kühlschranks.
So hält man die Muskeln ein Leben lang warm und stellt immer neue Fragen an den Tanz, nach der Leidenschaft, nach dem Moment des Jetzt und was das überhaupt ist: Tanzen.
Sie unterrichten reine Wiederholung?
Die Wiederholung ist nur ein Ausgangspunkt. Die Tanzerfahrung, die ich gesammelt habe, sagt mir: Im lebenslang wiederholten Spiel zwischen Körper und Kopf entstehen ständig neue Fragen an den Tanz. Die Klassik, wie ich sie jahrelang bei Bat-Dor in Israel geübt habe, beantwortet sie nicht, und Grenzerfahrungen wie bei Pina Bausch, oder die Moderne bei Hans van Manen und Jirí Kylián beantworten sie auch nicht. Aber alle zusammen öffnen den Horizont. ...
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Tanz April 2015
Rubrik: praxis, Seite 72
von Arnd Wesemann
«Als ich noch Tänzer an der Pariser Oper war, habe ich immer gesagt: Wenn ich 42 Jahre alt bin, ziehe ich mich erst mal zurück und mache sechs, acht Monate lang gar nichts. Am
15. Juli 2011 war es so weit: Ich schied aus dem Ensemble aus – und fing gleich zwei
Tage später bei der Compañía an», erzählt José Carlos Martínez schmunzelnd. Der ehemalige Étoile des...
berlin_________ trisha brown
Ende des Jahres steht ein Abschied ins Haus, der viele schon im Vorfeld trauern lässt: Die Trisha Brown Dance Company geht von der Bühne. Die gesundheitlich angeschlagene Prinzipalin wird ihr Ensemble nicht mehr begleiten können, wenn es sich auf Farewell-Tour nach Europa aufmacht. Letzte Gelegenheit, um die luftige, leichtfüßige und...
Sie hätten sich begegnen können. Charlotte Salomon wurde am 10. Oktober 1943 ins KZ Auschwitz eingeliefert. Zur gleichen Zeit wird Roosje Glaser zum Dienst an den Gasöfen eingeteilt. Schon zuvor als Jüdin mit der Nr. 62472 gebrandmarkt, soll sie Häftlinge beruhigen, wenn es zum «Duschen» geht: eine Tätigkeit, die sie nur deshalb verkraften kann, weil sie sich von...
