Dessau und Mainz: «Das Bildnis des Dorian Gray»
Dessau und Mainz: «Das Bildnis des Dorian Gray» von … Tomasz Kajdański
Dieses tapfere Ensemble hat zwar Sparrunde um Sparrunde überlebt, ist allerdings auf nur noch acht Mitglieder geschrumpft. Direktor Tomasz Kajdański hält dennoch unbeirrt daran fest, dem Publikum große Geschichten zu erzählen – im Bedarfsfall eben mit ein paar Gasttänzern, die das Personaltableau komplettieren. So funktioniert nun auch Kajdańskis Adaption- von Oscar Wildes «Das Bildnis des Dorian Gray».
Toller Stoff, im Anhaltischen Theater Dessau allerdings etwas zu schnell heruntergespielt. Die Choreografie nimmt sich wenig Zeit, um die Figuren zu entwickeln und jeder ein Gesicht zu geben. Dafür sind Kostüme und Perücken zuständig, die im Fall der Damen nicht sonderlich vorteilhaft ausfallen. So wird zwar das Wesentliche der Story sichtbar – hier das alternde Bild, dort der ewig taufrische Narziss. Aber die Beziehungen, die dieser Dorian Gray (Vincent Tapia) eingeht (oder gerade nicht eingeht), sind von recht ähnlicher Machart und nicht allzu vielfarbig gestaltet. Gleichwohl stürzen sich die Tänzer mit wundervoller Energie in den Abend, zu dessen Gelingen Jens Hübners Bühnenbild und die Videoprojektionen ...
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Tanz Mai 2018
Rubrik: Kritik 5/18, Seite 41
von Dorion Weickmann / Natali Kurth
Ein Freitagabend im Januar, kurz nach 22 Uhr in der Berliner U-Bahn, Linie 6: Ein athletischer, nicht mehr ganz junger Mann betritt die Bahn, stellt die Sporttasche neben sich auf den Boden und streift seine Lederjacke ab. Noch ist niemand auf ihn aufmerksam geworden. Erst als er eine kleine Musikbox hervorholt und Michael-Jackson-Beats erklingen, zieht der Typ mit...
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Das Bundesjugendballett zeigt Neukreationen von Demis Volpi und Edwaard Liang: Esslingen, «Podium Festival», SCALA Esslingen, 2., 3. Mai; Solingen, Theater und Konzerthaus, 2. Juni; Remscheid, Teo Otto Theater, 3. Juni; www.bundesjugendballett.de
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