Der direkte Weg zu tanz – Vorschau auf kommende Ausgaben
im juli: asien_________
Die Show nennt sich «Manganiyar Seduction», und das ist sie auch: eine Verführung. Manganiyar, das muslimische Volk aus der Wüste von Rajasthan, singt noch immer von Alexander dem Großen. Kaum ein Erbe ist älter, und wie so viele dient auch dieses: der Unabhängigkeit. Alle einst kolonialisierten Länder Asiens pflegen die alten Tänze im Namen nationaler Identität – und behaupten sich so gegen den Mainstream zeitgenössischer Spielarten. Indien ist ein Musterbeispiel dieser Haltung.
Mehr dazu in einer Recherche zur Wiener Ausstellung «Getanzte Schöpfung».
im august/september: tanz und musik_________
Egal, ob Entente cordiale oder Liaison dangereuse: Die Wechselbeziehung von Tanz und Musik war noch nie ganz unproblematisch. Hundert Jahre nach der Uraufführung von Strawinskys «Le sacre du printemps» ist mit ihr kaum noch Skandal zu machen. Wenn indes eine Lera Auerbach für einen Choreografen wie John Neumeier so große Ballette wie «Die kleine Meerjungfrau» oder «Tatjana» komponiert, spitzen nicht bloß Kritiker ihre Ohren. Wie schreibt man überhaupt tanzbare Musik heute? Wie geht man damit um? Und was ist das überhaupt: Musikalität? Fragen, die uns unter ...
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Tanz Juni 2013
Rubrik: impressum, Seite 80
von
Ein Rock- oder Popkonzert kann einen Titel haben, muss aber nicht. «Ich bin ja schon ein Popstar», findet Michael Clark, sein «New Work» lässt er darum erst mal demonstrativ titellos – um es später von zwei auf drei Teile aufzublasen und «all three at once» zu taufen.
Bei der Uraufführung erspart er uns Erläuterungen zum Konzept. Dafür nehmen wir die Liste der...
Ende der Spielzeit muss sie ziehen: Cathy Marston, seit 2007 Tanzchefin des Berner Balletts. Ihr Abschied heißt «Hexenhatz», ein Stück über Anna Göldi, die 1782 als letzte Hexe in der Schweiz hingerichtet wurde. Diffus ist das Licht, düster der Stoff. In der Berner Vidmarhalle steht ein Stahlgerüst. Es lässt sich auseinanderziehen wie ein Paravent oder...
Akram Khan erinnert sich: «Als mein Telefon klingelte, war es drei Uhr morgens. Richard Raymond war dran, der Filmproduzent. Ich wollte auflegen, er aber flehte: Hör dir bitte diese Geschichte an! Nur zwei Minuten! Was soll ich sagen? Ich biss voll an!» Die Geschichte, die Raymond dem Choreografen erzählte, hat sich wirklich zugetragen. Es ist die Geschichte von...
