Das Bild und seine Geschichte
Zwei Schaufenster, drei Tänzer, vier Quadratmeter – der Gastauftritt des Königlichen Balletts im Nobel-Kaufhaus NK mitten in Stockholm sorgte für Überraschungen auf kleinstem Raum. Ganz zur Freude der Macher. Die hatten sich in den Kopf gesetzt, dem altehrwürdigen Ensemble mit dem halbstündigen Auftritt im Shoppinggetümmel mehr und gern auch jüngere Zuschauer zu bescheren. Gleichzeitig sollten die neuesten Stücke der aktuellen Kleiderkollektionen des Kaufhauses präsentiert werden.
Die Gleichung, die die PR-Strategen aus Kunst und Kommerz aufmachten und weithin sichtbar am Schaufenster platzierten, lautete: Mode, Kunst, Sport, Musik und Tanz gleich Königliches Ballett.
Sport gehört in Schweden zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen, Mode ist im designverliebten Stockholm genauso angesagt. Nur ins Ballett gehen die getrimmten und gestylten Schweden in der Hauptstadt selten. «Die Leute haben Angst herzukommen», sagt Adrian Navarro, der in der dritten Spielzeit bei Kungliga Baletten tanzt. Es mag daran liegen, dass das Opernhaus gegenüber dem Stadtschloss über hundert Jahre auf dem Buckel hat und viele Menschen mit Goldfoyer und Königsloge eher den Staub der Jahrhunderte denn ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Wann immer der kalifornische Fotograf und Tänzer isak immanuel eine fremde Stadt besucht, hat er den Drang, sich in ihr zu verlieren. So findet er das Verlorene. Menschenleere Kleider unter Brücken, verlassene Hemden in verlassenen Häusern. Er nimmt diese Stücke von Menschen ohne Namen, um sie als Kostüme in seinen Tanzperformances zu nutzen. Eine verlorene zweite...
«Es ist den Volkssagen eigentümlich, dass ihre furchtbarsten Katastrophen gewöhnlich bei Hochzeitsfesten ausbrechen.» Der Ironiker Heinrich Heine hatte bei seinen Reflexionen über die «Elementargeister» auch «La Sylphide» im Blick. Er war Zeitzeuge von Marie Taglioni, die im Tanztheater ihres Vaters Filippo als Elfe mit Flüglein und Spitzenschuhen Triumphe feierte...
Ihr jüngstes Stück «Singular Sensation» ist das erste, das in Ihrem eigenen Studio entstanden ist. Glückwunsch. Ich fühle mich in meinem eigenen Raum hier in Jaffa wie im Himmel. Es ist ein ganz anderes Schaffen als vorher. Natürlich braucht es noch ein Upgrade, Fenster, die den...
