Cyril W. Beaumont
Sein Vater war Erfinder. Aus dem kleinen Vermögen erhielt der Sohn einen Buchladen in der Londoner Charing Cross Road. Hier erfand sich Beaumont als Verleger von zeitgenössischen Buchpreziosen. Bis er den Ballets Russes von Diaghilev und den Ballets Suédois von Börlin erlag – der Avantgarde seiner Zeit in den 1920ern. Er kombinierte Alben der von ihm hoch verehrten Diaghilev-Ballerina Lydia Lopokova mit Portraits von Picasso. Kunst, Literatur, Tanz – für den Händler als obsessiven Sammler gehörte noch alles zusammen.
Das Ballett, das damals ausschließlich kommerziell auf nichts anderem als seinem Ruf fußte, hatte noch keine Geschichte, also keine Zukunft. So recherchierte er die erste Bibliografie der Ballettkunst überhaupt – im Jahr 1929. Ballett war da so neu wie Raumfahrt, Raketenforschung und das Fliegen selbst. Halsbrecherisch, reine Physik und ein Abenteuer. Wenn Kathrine Sorley Walker ihre kurze Biografie des großen Verlegers nun im Reprint vorlegt, so, um zu zeigen, was Beaumont antrieb, der Tänzer beschrieb wie Gemälde und Nijinsky in seinem Laden empfing (welcher wortlos aus dem intellektuellen Milieu wieder floh). Von seinem kleinen Bookshop aus war Cyril W. Beaumont ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Versteh einer die Bonner, Kölner, Düsseldorfer, deren Mentalität und das, was man im ganzen Rest der Republik bewundert. Diese rheintaltiefe Überzeugung, dass Politiker nur Mist bauen, was niemanden daran hindert, sie gern zu wählen. Was die Welt hier Klüngel nennt, die Mitgliedschaft im Karnevalsverein, befindet schon qua Vereinssatzung, dass Politiker Mist bauen....
Matteo Levaggi, a former dancer for Aterballetto and the youngest rising talent in Italian postclassical ballet, likes to give his ballets philosophical-sounding titles such as “Canto bianco in un momento di orizzonte verticale” (White Singing in a Moment of Vertical Horizon), created for Balletto Teatro di Torino to music by Steve Reich. As resident choreographer,...
Wer sich einmal durch die täglich an ihrem Verkehr kollabierende Stadt gekämpft, eine Taxifahrt zwischen quälendem Stillstand und atemloser Raserei überstanden und schließlich unter Lebensgefahr den sechsspurigen Boulevard Nicolae Balsescu überquert hat, wer im schnellen Rhythmus der Fußgänger sicher an den Verführungen der Kaffeehäuser und tiefen Blicke...
