cranko-schule: reid anderson
übt sich in Engelsgeduld. Seit über zwölf Jahren, praktisch seit seinem Amtsantritt, bemüht sich der Intendant des Stuttgarter Balletts um einen Neubau der John-Cranko-Schule, der auch seiner Kompanie die dringend benötigten größeren Probenräume bescheren soll. Die älteste staatliche Ballettschule Westdeutschlands ist gleichzeitig auch die letzte, die noch in ihren alten Sälen lehrt, während die Kollegen in München, Hamburg, Dresden oder Berlin im Lauf der Zeit allesamt neue Probenzentren bekamen.
Die Cranko-Schule soll aber auch die erste sein, die nicht nur erweitert oder renoviert wird, sondern samt Internat in ein speziell für sie entworfenes Haus umzieht: Seit 2011 gibt es ein Modell des Münchner Architekturbüros Burger Rudacs, das sowohl Tanzpädagogen wie Stadtplanern zusagt, mit geschätzten 50 Millionen Euro Baukosten aber so deutlich über dem vorgesehenen Budget liegt, dass das Projekt jetzt wieder auf der Kippe steht.
Ohnehin hat sich der Eindruck verfestigt: Vor jedem konkreten Schritt zugunsten der neuen Schule vergeht in Stuttgart mindestens ein Jahr. Der erste Spatenstich ist immer noch nicht in Sicht, derzeit streiten die Stadt und das Land Baden-Württemberg, die den ...
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Tanz Mai 2013
Rubrik: menschen, Seite 38
von Angela Reinhardt
Seit nunmehr zwei Jahrzehnten ist Frederick Ashton, der erste Chefchoreograf des 1931 gegründeten Royal Ballet, mit seinen Werken dortselbst betrüblich unterrepräsentiert. Kein Wunder, dass die Königlichen mit der Umsetzung seiner Bewegungssprache stilistisch hier und da ihre Mühe haben. So war etwa Ravels «La Valse» – Auftakt des Ashton-Potpourris, das im Februar...
Prolog
Sagt die Journalistin,
«Wir müssen über den Tanz in Köln reden.»
... dann heißt es von:
Kajo Nelles, Geschäftsführer Landesbüro Tanz:
«Nicht schon wieder.»
Wolfgang Hoffmann,
Ex-Referent für Tanz und Theater der NRW-Landesregierung:
«Also über einen ständigen Abstieg.»
Hanna Koller,
Programmleitung Tanz der Städtischen Bühnen:
«Frustrierend.»
Georg Quander,...
Statistisch gesehen, kauft jeder Bundesbürger vier Paar Schuhe pro Jahr – die Damen eher mehr, die Herren eher weniger. Ballett-Tänzerinnen indes verbrauchen vier Spitzenschuh-Sets häufig schon binnen zwei Wochen. Und wer meint, den Kunstinstrumenten sei mit der Alltagsdevise «aussuchen, reinschlüpfen, fertig» beizukommen, ist falsch gewickelt. So ein Spitzenschuh...
