civic mimic

Ist Nachahmung gut für eine kreative Gesellschaft? Fragen von Richard Siegal an unsere Schwarmintelligenz.

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Hier triumphiert der Wow-Faktor: Nach dem inszenierten Warten im «Logic Gate», das wie am Flughafen die Wartenden kanalisiert, doch sie, statt an einen Check-in-Schalter zu führen, zentrumslos, dafür akustisch beschallt, auf sich selbst zurückwirft, und nach ausgiebigem Schlangestehen im Freien strömen wir zügig in die große Halle – und da steht es: das raum-lange Objekt von R&Sie(n) Architects aus Paris.

Ein weißes Laufsteggebilde auf dünnen Beinen, das entgegen seines optisch stabilen Eindrucks in sich dynamisch ist, vor- und rückwärts schwingt, wenn die Tänzer es belaufen, bespringen, darunter abtauchen, sich darüber hinweghebeln. Von Antoine Seigneur-Guerrini subtil beleuchtet, laufen die beiden Stegschenkel zu einem breiteren Teil zusammen und münden in einer wellenförmigen, übermannshohen Erhebung.

Vom Kleinen zum Großen
Laufsteg- und Plattformchoreografien sowie Tänze, die mit dieser Form spielen, sind nicht neu. Aber was Richard Siegal hier versucht, ­ist die Quadratur des Kreises. Oder anders: Was Siegal bislang in einzelnen Projekten erprobte, das bringt er nun in «Civic Mimic» zusammen. Zunächst ist da die Arbeit mit einem ­architektonischen Objekt und den ...

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Tanz Dezember 2011
Rubrik: produktionen, Seite 12
von Katja Schneider

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