CD des Monats

Steven Spaces Cologne

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An Stereo hat man sich inzwischen ja gewöhnt. Um Musik so hörbar zu machen, dass man dabei wieder die Ohren spitzt, muss man sich deshalb schon etwas Besonderes einfallen lassen. Etwas, das zum Beispiel Patrick Leuchter mit «Seven Spaces Cologne» versucht. Unter diesem Titel legt der Komponist und Sound Designer nicht einfach ein Album vor, das er gemeinsam mit Luis Reichard produziert hat.

Er ermöglicht vielmehr ein Hörerlebnis der dritten Art, indem er die einzelnen Tonspuren fertig gemischter Stücke noch einmal an unterschiedlichen Örtlichkeiten Kölns zum Klingen bringt. So steigt er mitsamt seinem Equipment in das Römergrab Weiden hinab oder sucht das Pumpwerk Schönhauserstraße auf, um seinem komplexen Mix aus Popmusik und Ambiente auf besondere Weise Raum zu geben. 

Der Unterschied ist offenkundig, wenn man die beiden CDs des Doppelalbums miteinander vergleicht. Hat die Musik in der Fassung für Lautsprecher noch etwas Statisches, wird sie in der Version für Kopfhörer erstaunlich mobil. Und auf einmal beginnen nicht bloß die Glocken zu tanzen, wie einer der Titel suggeriert. Vielmehr bringt die Musik den Zuhörer so in Bewegung, als wäre er aktiver Teil einer ...

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Tanz Dezember 2016
Rubrik: Medien, Seite 62
von Hartmut Regitz

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