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Im Januar: Yuri Grigorovich
Hier gibt es nur: Verehrer und Feinde. Die einen bewundern, die anderen fürchten Yuri Grigorovich, der im Januar 90 wird und den das Bolschoi-Ballett mit einem zweimonatigen Festival ehrt. Er gilt als der einflussreichste Choreograf der Sowjet-Ära, Drahtzieher vor wie hinter den Kulissen. Anlass genug, einen kritischen Blick auf den Mann, das Werk und dessen Wirkung zu werfen, zumal «Spartacus» bald auch im Westen tanzt, beim Bayerischen Staatsballett in München und beim Vlaanderen Ballet in Antwerpen.

Im Februar: Tanzen ist Sünde! 
Dieses Urteil setzten die Kirchenväter in die Welt, und ihre Nachfolger verkündeten es weiter bis ins Hoch- und Spätmittelalter hinein – so heißt es jedenfalls, wann immer es um Christentum und Tanz geht. Doch das Klischee ist brüchiger, als wir annehmen. Denn der Tanz gehörte zu den Ritualen, die geistliche Gemeinschaften kultivierten, und zwar nirgendwo anders als im Kirchenraum. Wir werfen einen Blick auf ein kulturgeschichtliches Kapitel, das für manche Überraschung gut ist.
 

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Tanz Dezember 2016
Rubrik: Service, Seite 80
von

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Berufen

Ob Igor Zelenski ganz freiwillig darauf verzichtet hat, gleichzeitig dem Bayerischen Staatsballett, dessen Pendant in Novosibirsk und außerdem noch der Kompanie des Stanislawski und Nemirowitsch-Dantschenko-Musiktheaters in Moskau vorzustehen, weiß niemand. Tatsache ist, dass der neue Intendant des russischen Traditionshauses, Anton Getman, darauf bestand, keinen...

Screenings

Balanchine: New York – Paris

Auf den ersten Blick sieht das Programm zusammengewürfelt aus. Sobald man aber etwas genauer hinschaut, noch besser: hinhört, merkt man die Absicht – und ist keineswegs verstimmt. Im Gegenteil: Alle vier Choreografien George Balanchines, mit denen das New York City Ballet diesen Sommer im Théâtre du Châtelet gastierte, haben etwas...

Short cuts

Enthüllt: John Neumeier ist ab sofort im Foyer der Hamburgischen Staatsoper dauerhaft präsent – auf einem Porträt von Jochen Hein, das den Ballettintendanten im Format 180 mal 130 cm in Acrylfarben auf Jute zeigt. Das Werk ist eine Leihgabe der Elsbeth Weichmann Gesellschaft.

Neumeier-Schüler Ralf Dörnen, seit 1997 überaus erfolgreicher Direktor und Chefchoreograf...