Carolyn Carlson nach Roubaix

Carolyn Carlson geht nach Roubaix

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«I’m not ballet», sagt Carolyn Carlson. Drum ändert sie auch den Namen des Ballet du Nord. Zwei Jahre, nachdem in Roubaix Maryse Delente von ihren Tänzern geschasst wurde, wissen die damals Streikenden nun endlich, was ihnen die Zukunft bringt: eine europäische Dance Fabric. Fabric = Fasern. Carlsons Wortspiel zielt auf einstige industrielle Größe. In der historischen Seidenmanufaktur, La Condition des Soies, plant sie sieben (!) Tanzstudios, für Kreation und Training.

Das Programm der Ballettschule wird nun variiert, durch Ausdrucks- und zeitgenössischen Tanz und Carlsons eigene Technik. In ihren Pariser Studios in der Cartoucherie von Vincennes, gegenüber von Ariane Mnouchkines Théâtre du Soleil, wird Carlson weiter Master Classes anbieten. Bisher hatte sie kein Geld für eine Kompanie. In Roubaix findet sie nun endlich ein Budget, um jährlich eine Kreation vorzustellen. Die Kompanie wird zeitgenössisch, nicht neoklassisch. «Das habe ich von Anfang an klar gestellt.» Auch Events will sie programmieren. Allein, noch muss der Tanz in Roubaix, mit seinem Budget von 2,8 Mio. Euro pro Jahr, die Schulden der Vergangenheit abbauen.

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Tanz April 2005
Rubrik: Magazin, Seite 18
von Thomas Hahn

Vergriffen
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