barcelona: Saburo Teshigawara «Mirror and Music»
Nach wie vor ist der 57-jährige Saburo Teshigawara der erste Avantgardist des japanischen Tanzes und überhaupt einer der produktivsten Choreografen im Land. Neben «Double Silence» und «She», ein Solostück für seine lang-jährige Partnerin Rihoko Sato, schuf er in einem einzigen Jahr auch «Mirror and Music», ein weiteres Werk in seinem hoch ästhetischen Spiel in stets großer Nähe zur bildenden Kunst.
«Mirror and Music» hatte im September 2009 in Tokio Premiere.
Es ist eine amüsante Recherche zur Beziehung von Körper und Musik, die dem Betrachter eine durchaus entspannte, wenn nicht gar kontemplative Erfahrung verschafft. Der gelernte Balletttänzer und studierte Bildhauer kreiert magische Bewegungen, die mit der Musik und den visuellen Effekten eines Spiegels korrespondieren.
Zum düsteren Sound begegnen sich zwei Figuren in schwarzer Robe. Andere Tänzer folgen in einiger Entfernung. Wiederholung und Widerhall ihrer Bewegungen erzeugen Spiegeleffekte. Teshigawara reflektiert darin seine Lust an Bildwirkungen, visualisiert in räumlicher Bewegung die musikalischen Strukturen. Zugleich beschreiben seine Tänze die virtuellen Bilder im Spiegel, von denen wiederum ein Klangecho auszugehen ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Samson, der alte Haudegen aus der Bibel, hatte ein Problem mit seinen Haaren. Er, der den Löwen (Mähne!) bändigte, in dessen eigenem Haar (Ras-ta!) die Bienen nisteten, übte Rache, weil ihm seine Braut geraubt wurde. Wilden Füchsen zündete er die haarigen Schwänze an, um die Felder der Philister niederzubrennen. Das Haar zeigte Macht, bis die schlaue Delila sie ihm...
Salzburg, die Landeshauptstadt mit dem höchsten Ausländeranteil Österreichs, zieht nicht nur Touristen an – es herrscht Multikulti an der Salzach. Das haben die Tanzfotografin Anja Hitzenberger aus New York und die Dokumentarbildnerin Anusha A. Yadav aus Mumbai wörtlich genommen. An Makartsteg, Müllnersteg und entlang dem Salzachufer erzählen ihre «Portraits einer...
Bildschön sind sie. Asiatische Aphroditen. Gehüllt in seidige, traditionelle Kleider, lächeln sie voller Demut und bewegen sich anmutig. Doch das Konkubinenlächeln gefriert zum Grinsen, zur Fratze, bevor die Tänzerinnen gequält in die Knie gehen. Am Boden durchleben sie eine Metamorphose. Zucken und Wimmern. In erotischer Großstadtmode erheben sie sich und...
