bangalore fictions

«Bangalore Fictions» nennt das französische Choreografenpaar N+N Corsino seine neue App. Darin tanzen zwei Inder wunderschön auf der Tablet-Bühne

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«Sie werden alles beeinflussen können, nur nicht unsere Choreografie», sagen Nicole und Norbert Corsino beinahe im Chor. Man hat als Nutzer ja auch so genug zu tun, könnte nächtelang mit dieser App spielen, sich völlig verlieren in den Verzweigungen der Abenteuer, die sie ermöglicht. Getanzt werden die Animationen von den Virtuosen Revanta Sarabhai und Pooja Purohit, beide im klassisch indischen Tanz ausgebildet. Mit «Bangalore Fictions» wagen sie sich zum ersten Mal auf westlich-zeitgenössisches Terrain.

Die App ist mit einer musikalischen Brise des Subkontinents versetzt und besteht aus zwölf choreografischen Märchen voll visueller Suggestion. Sie sind anspruchsvoll gezeichnet auf der Grundlage von Videos, die im Dickicht indischer Städte gedreht wurden. Durch eine eigens entwickelte Software wirken sie malerisch wie Aquarelle. Das Tablet wird so Spielplatz und Kino zugleich. Kurze Novellen der indischen Schriftstellerin Anjum Hasan dienten als Inspiration. Sie schrieb sie eigens für das Projekt, das auch deshalb verzaubert, weil jede der zwölf Welten eine gänzlich andere Erfahrung der Interaktivität bietet. Intuitiv erschließt sich alles, was man durch Antippen und Streichen ...

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Tanz April 2014
Rubrik: bewegung, Seite 4
von Thomas Hahn

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